FREUDENZIMMER

Wonnemonat Mai,jetzt fast vorbei

Der Mai ist der fünfte Monat des Jahres im gregorianischen Kalender. Er hat 31 Tage.

Benannt ist dieser Monat − so die Zeugnisse einer Reihe lateinischer Autoren − nach der römischen Göttin Maia, welcher der Flamen Volcanalis am ersten Tag dieses Monats ein Opfer darbrachte. Das Zustandekommen der Gleichsetzung dieser − laut Gellius − altverehrten Göttin „Maia Vulcani“ (wohl als „Frau des Vulcanus“ zu denken) mit der Göttin Bona Dea und Terra − nach Macrobius − oder einer Plejade und der Mutter des Hermes/Mercurius ist unklar; doch gilt die etymologische Zuordnung zur Wortwurzel *mag (und damit zu Wachstum und Vermehrung) als sicher. Damit ist der mensis Maius in das ursprüngliche römische Bauernjahr eingeordnet. Einen lediglich lokal verehrten Gott „Maius, qui est Iuppiter“ kennt Macrobius. Zur Regierungszeit Kaiser Neros wurde der Monat in Claudius umbenannt, einer der Namen des Kaisers, der sich allerdings nicht durchsetzte.[1] Unter Kaiser Commodus hieß der Monat dann Lucius, wiederum einer seiner Namen, auch diese Umbenennung wurde nach dem Tod des Kaiser wieder rückgängig gemacht.[2]

Im vorjulianischen römischen Kalender war der Maius der dritte Monat, im julianischen Kalender der fünfte, jeweils mit 31 Tagen.

Im katholischen Kirchenjahr ist der Mai besonders der Verehrung der Gottesmutter Maria gewidmet (Maiandachten), weshalb er in diesem Umfeld auch als Marienmond bezeichnet wird. Der Mai beginnt mit demselben Wochentag wie der Januar des Folgejahres, aber kein anderer Monat desselben Jahres beginnt mit demselben Wochentag wie der Mai.

Der Monat Mai im Chronograph von 354 des spätantiken Kalligraphen Filocalus.

Der erste Mai ist der internationale Feiertag (in Deutschland: gesetzlicher Feiertag) der Arbeiterbewegung. Am zweiten Sonntag im Mai ist in deutschsprachigen Ländern Muttertag.

Karl der Große führte im 8. Jahrhundert den Namen Wonnemond ein (eigentlich althochdeutsch „wunnimanot“ = Weidemonat), der darauf hinweist, dass man in diesem Monat das Vieh wieder auf die Weide treiben konnte. Mit „Wonne“ im heutigen Begriffszusammenhang hat der alte Monatsname also eigentlich nichts zu tun. Doch findet sich dieses Missverständnis schon zu Beginn der Neuzeit und des Neuhochdeutschen. Laut Deutsches Wörterbuch der Brüder Grimm s. v. WONNEMONAT erklärt Basilius Faber 1587 [sic!]: „maius, der may, a frondibus Carolus Magnus den wonnemonat, id est mensem amoenitatis olim nuncupavit“ („maius, der may, nach dem Laub benannte einst Karl der Große den wonnemonat, d. h. den Monat der Lieblichkeit“).

Ebenso erhielt der Mai die Bezeichnung Blumenmond wegen der Hauptblütezeit der meisten Pflanzen.
Nach alter Überlieferung darf man sich der zunehmenden Wärme erst nach den so genannten Eisheiligen vom 11. Mai bis zum 15. Mai sicher sein.

Etwa seit dem 13. Jahrhundert wird der Mai in Europa mit Maifeiern, -umgängen und -ritten gefeiert, in vielen Gegenden Deutschlands und Österreichs ist das Aufstellen oft imposanter Maibäume gewachsenes Brauchtum; länger schon existierten Feste wie Beltane oder Walpurgisnacht.

Der Heilige Geist

Freudenzimmer: Heiliger Geist

Der Heilige Geist (lateinisch Spiritus Sanctus) ist im Christentum die dritte Person der göttlichen Trinität, wie dies im wichtigsten altkirchlichen Bekenntnis, dem Nicäno-Konstantinopolitanum, formuliert wurde. Der Heilige Geist ist Gott, aber keine eigenständige Substanz oder Gottheit. An Pfingsten feiert die Christenheit das Kommen des Heiligen Geistes. Bereits im Alten Testament ist vom Geist Gottes die Rede. Somit besteht ein Zusammenhang mit dem hebräischen Begriff rûah (Wind, Geist) im Judentum und dem arabischen rūḥروح‎ (Geist) im Islam. Andere Religionen und Traditionen weichen teilweise stark oder gänzlich vom christlichen Verständnis des Heiligen Geistes ab.

Domestikation

Das Haustier

Hauptartikel: Domestizierung

Tiere hielt man getrennt von ihren wild lebenden Vorfahren, um leichter und nachhaltiger tierische Rohstoffe und Nahrungsprodukte zu gewinnen, als das durch die Jagd möglich ist. Später wurden die Tiere auch wegen ihrer Zug- und Tragleistung domestiziert. Die Züchtung zum Vergnügen hat ihre Anfänge in der Zeit nach Christi Geburt. Im 20. Jahrhundert kam die Verwendung als Versuchstier als weiterer Grund der Züchtung hinzu (siehe Tierversuch).

Bei der Tierzucht werden die körperlichen Eigenschaften der Tiere stark verändert. Manche typische Fähigkeiten des Wildtieres sind weggezüchtet oder verloren gegangen, während andere Fähigkeiten durch die Züchtung verstärkt oder umgebildet wurden. Haustiere sind von den Stammarten häufig so verschieden, dass sie in eigene Arten oder Unterarten gestellt werden. Viele Haustiere haben die Fähigkeit zum Überleben in der Wildnis verloren. Andere, wie die Hauskatze, können sich leicht auf eine vom Menschen unabhängige Lebensweise umstellen.

Die vom Menschen zur Nutzung gefangenen und gehaltenen Wildtiere, wie Arbeitselefanten, Zierfische und Beizvögel, zählen in diesem Sinne nicht zu den Haustieren, da sie nicht gezüchtet worden sind.

Die längste Geschichte als Haustier hat der Hund, dessen Domestikation mindestens auf die Zeit nach dem Pleistozän etwa 13.000 v. Chr. zurückgeht; es gibt jedoch Hinweise dafür, dass diese bereits vor 135.000 Jahren gelang (Näheres hierzu). Die Haustiernutzung von Schwein, Rind und Schaf hat etwa 8000 Jahre v. Chr. in Vorderasien begonnen. Ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. wurden die Taube in Vorderasien und der Maulbeer-Seidenspinner in China gezüchtet. Die Zucht des Pferdes begann etwa im 4. Jahrtausend in Eurasien. In China werden ab dem 9. Jahrhundert Goldfische zur Zierde gezüchtet. Seit dem 19. Jahrhundert wird der Wellensittich gezüchtet. Die Züchtung von Nagetieren und Fliegen zu Versuchszwecken begann im 20. Jahrhundert.

Der Mund

Im Mund wird die aufgenommene Nahrung zu einer weichen, feuchten Masse zerkaut und vorverdaut, um anschließend geschluckt zu werden. Während der Verdauungsvorgang in den anderen Abschnitten des Verdauungssystems viele Stunden in Anspruch nimmt, ist dieser erste Teil schon nach wenigen Sekunden abgeschlossen. Nahrungsaufnahme, Kauen und der Transport zum Rachen gehen unmittelbar ineinander über. Die beteiligten Organe sind die Mundhöhle mit Zunge, Zähnen und den Speicheldrüsen.

Für den ersten Abschnitt des Verdauungsvorgangs, der sich in der Mundhöhle abspielt, sind zusätzliche Verdauungshilfsorgane zuständig. Dazu gehören die Zunge, die Zähne und die Speicheldrüsen. Zunge, Zähne und auch die Lippen wirken außerdem bei der Nahrungsaufnahme mit. Die Mundhöhle ist auch Bestandteil des Atemsystems und zudem an der Stimmbildung beteiligt.

Der Ehering

Bereits in der Antike war der Trauring bekannt. Sowohl die alten Ägypter als auch Römer trugen den Trauring am Ringfinger der linken Hand. Der Grund hierfür war die Vorstellung, dass eine Ader, die sog. Vena amoris (lat. für ‚Liebesader‘), direkt vom Herzen zu diesem Finger führe. Im antiken Rom trugen nur Frauen einen Ehe- oder Verlobungsring. Letzterer war meist aus Eisen und galt als Zeichen der Bindung, vor allem aber auch als „Empfangsbestätigung” für die Mitgift.[2] Die Übergabe eines Ringes nur an die Frau hielt sich je nach Kulturkreis und Gesellschaftsschicht bis weit ins vergangene Jahrhundert. Er folgte dem Bibelspruch „Die Frau sei dem Manne untertan“ und entsprach dem 6. und 9. der zehn Gebote.[3]

Der Brauch, den Trauring am nach ihm benannten Ringfinger zu tragen, hat sich bis heute erhalten. Während in vielen westlichen Ländern der Trauring am linken Ringfinger getragen wird, ist es in Deutschland, Österreich sowie unter anderem in Norwegen, Litauen, Polen, Bulgarien, Russland und der Ukraine üblich, den Ring am rechten Ringfinger zu tragen.

Eheringe sind oft mit Inschriften oder Symbolen in der inneren Ringschiene versehen. In antiken römischen Ringen findet man beispielsweise „Pignus amoris habes“ – „Du hast meiner Liebe Pfand“. In heutigen Eheringen sind häufig der Name des Partners und das Datum des Versprechens zu lesen.

Seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. gab es unter anderem auch goldene Ringe in Form zweier ineinander verschränkter Hände.[4] Nach Livius wurden goldene Ringe in großer Zahl auf den Schlachtfeldern Süditaliens gefunden, was man damit erklärt, dass es sich um Eheringe gehandelt haben muss. Seine sakrale Bedeutung in der christlichen Kirche hat der Ehering spätestens seit Papst Nikolaus I. (um 850). Seit dem 13. Jahrhundert gehört der Ring fest zum kirchlichen Trauritus.

Der Ehering gilt als Sinnbild der Treue der tragenden Person und ihrer ehelichen Bindung entsprechend den Ritusworten „Trage diesen Ring als Zeichen Deiner Treue“. Mit den heute oft gesprochenen Worten „Trage diesen Ring als Zeichen meiner Treue“ oder „Trage diesen Ring als Zeichen unsrer Liebe und Treue“[5] und dem wechselseitigen Anstecken und Tragen zweier gleichförmiger Ringe hat der Ehering eine völlig neue Bedeutung erlangt und steht für eine geänderte Eheauffassung.

Auch das Judentum kennt einen Hochzeitsring; dieser wird jedoch nur rituell genutzt; während der Trauung wird der Braut ein solcher Ring an den Zeigefinger der rechten Hand gesteckt.

Ein Paar von Ringen ist ein weit verbreitetes Symbol der Ehe, wobei oft ein Ring durch den anderen geführt ist. Die Ringe selbst werden auch mit symbolischer Bedeutung versehen. So hat ihre Kreisform kein Ende, verschlungene Ringe können nicht getrennt werden, ohne sie zu beschädigen, sie ähneln dem neuzeitlichen Symbol für Unendlichkeit (), und meist werden möglichst dauerhafte Materialien verwendet – sämtlich Symbole für die im Kontext der Ehe positiv konnotierten Konzepte Ewigkeit und Verbundenheit. Spezielle Ringformen tragen auch religiöse Bedeutung wie die Verwendung dreiteiliger Ringe zur Symbolisierung der christlichen Dreifaltigkeit.

Der Hüfthalter

Der Hüfthalter oder Hüftgürtel ist eine kurze Form des Mieders, die unten offen ist. Er gehört nicht zur Unterwäsche, sondern wird darüber getragen. Ein Hüfthalter ist kein Strapshalter, obwohl der Ausdruck umgangssprachlich oft fälschlich in diesem Sinne verwendet wird.

Form

Der Hüfthalter besteht aus mehr oder weniger elastischem und körperformendem Material und reicht von der Taille bis zum Ansatz der Oberschenkel. Er wurde zunächst noch vorn geschnürt. Bevor der Büstenhalter populär wurde, trugen die Damen zum Hüfthalter ein so genanntes "Brustleibchen". Der Hüfthalter ist in der Regel hautfarben oder weiß, andere Farben finden sich selten. Die Strümpfe wurden mit vier bis sechs Clips an dem Hüfthalter befestigt, da Elastan noch nicht erfunden war, diese also nicht von selbst hielten. Der Hüfthalter war so im Prinzip ein Mieder mit der Möglichkeit, Strümpfe daran zu befestigen. Während der BH oben stützte, sollte der Hüfthalter unten Bauch und Hüftregion formen. Außerdem hatte er die zusätzliche Aufgabe, die nun getragenen Feinstrümpfe in Position zu halten.

Geschichte

Der Hüfthalter ist ein Produkt der Mode, er löste um 1900 mit dem Aufkommen der Reformkleidung Korsett und Mieder ab, ein natürlicheres Erscheinungsbild der Frau wurde angestrebt. Darunter oder darüber trugen die Frauen eine Unterhose bzw. einen Schlüpfer.

Als Mittel zur Formung des weiblichen Körpers setzte sich der Hüfthalter in den 1920er Jahren durch und erlebte seine Blütezeit in den 1950er Jahren, er wurde noch bis in die 1960er Jahre hinein getragen. Danach verlor er durch das Aufkommen der Strumpfhose an Bedeutung und wurde weitgehend überflüssig. Die Funktion der Körperformung übernahm nun die Miederhose. Heutzutage werden nur noch sehr wenige Hüfthalter hergestellt und verkauft.

Kubanische Küche

Küche

Hauptartikel: Kubanische Küche

Die kubanische Küche ist eine Fusion aus spanischer, afrikanischer und karibischer Küche. Die Rezepte haben viele Gewürze und Techniken mit der spanischen und afrikanischen Kochkunst gemeinsam, mit einigem Einfluss aus dem Karibikraum in Würze und Aroma. Es gibt aber große Unterschiede z. B. zur mexikanischen Küche. Dagegen existiert ein kleiner, aber erwähnenswerter Einfluss der chinesischen Küche.

Auf Grund historischer Gegebenheiten wurde die kubanische Bevölkerung nicht gleichmäßig auf der Insel verteilt. Die afrikanischen Sklaven stellten die Mehrheit in den Zuckerrohrplantagen, jedoch waren sie in den meisten Städten in der Minderheit. Die Tabakplantagen waren hauptsächlich von armen spanischen Bauern, meist von den Kanarischen Inseln, besiedelt. Im östlichen Teil der Insel siedelten außerdem eine große Zahl französischer, haitianischer und karibischer Immigranten, hauptsächlich während der haitianischen Revolution, sowie Saisonarbeiter für die Zuckerernte, während dies im westlichen Teil nicht so der Fall war. Stattdessen waren bis in die 1950er-Jahre dort hauptsächlich europäische Einwanderer ansässig. So entwickelte sich die kubanische Küche unter lokalen Gegebenheiten und den spezifischen demografischen Einflüssen.

Historisch bedingt sind in vielen Rezepten Gewürzmischungen beschrieben. Die Grundlage der meisten Gerichte ist Reis mit schwarzen oder roten Bohnen, congrí oder moros y cristianos („Mauren und Christen“) genannt, deren Zutaten in der Regel problemlos in den staatlichen Geschäften erhältlich sind. Die Versorgungslage mit anderen Nahrungsmitteln gestaltet sich mitunter schwierig, da die staatlichen Geschäfte nur ein sehr eingeschränktes Angebot haben und oft von Engpässen betroffen sind, und auf den freien Bauernmärkten hohe Preise verlangt werden. Viele Kubaner in den Städten versorgen sich mit knappen bzw. teuren Lebensmitteln, wie zum Beispiel Fleisch, über Beziehungen zur Landbevölkerung oder halten sich Kleintiere auf Balkonen oder Dächern. Insofern variiert die kubanische Küche heute auch stark zwischen Land und Stadt.

Touristen, die in den Häusern einheimischer kubanischer Familien (casas particulares) untergebracht sind, bietet sich nach Absprache die Möglichkeit, die kubanische Küche zu versuchen. Kubanische Restaurants bieten in von Touristen frequentierten Gegenden oftmals eine Menükarte an, deren Preise in den zwei Währungen CUC und Moneda Nacional ausgeschrieben sind. Dort angebotene Speisen sind öfters nicht erhältlich und das Angebot deutlich eingeschränkter als in der Speisekarte angegeben. Die „Standards“ moros y cristiano und diverse Varianten aus Hühnchenfleisch sind aber in der Regel erhältlich. Alternativen dazu sind Paladares (dt. „Gaumen“), privat, oftmals in Privatwohnungen, betriebene Restaurants, die reichhaltige und abwechslungsreiche Küche anbieten, allerdings zu Preisen, die nur für Ausländer bezahlbar sind und an westeuropäisches Niveau heranreichen.

In kubanischen Städten sind kleine Verkaufsstände auf Straßen verbreitet, die eine Vielzahl an belegten Brötchen, Pizza oder lateinamerikanische Snacks anbieten. Auch aus Erdgeschossfenstern von Wohnungen wird so verkauft. So bekommt man eine kleine, einfache aber äußerst sättigende Pizza für einen Preis von etwa 5 Pesos (ca. 20 Euro-Cent).

Griechenland, Geschichte , Auszug

on der Antike bis zur Griechischen Revolution

Der Parthenon

Das antike Griechenland, welches über das Gebiet des heutigen Staates nach Kleinasien reichte, wird als Wiege Europas bezeichnet, insbesondere aufgrund zivilisatorischer Leistungen auf Gebieten der Philosophie, Naturwissenschaften, Geschichtsschreibung und Literatur. 146 v. Chr. wurde das Gebiet des heutigen Griechenland römische Provinz, nach der Reichsteilung 395 war es Bestandteil des von griechischer Sprache und Kultur dominierten byzantinischen Reiches.

Flagge des Byzantinischen Reiches unter der Kaiserdynastie der Palaiologen (1259–1453)

Nach der Eroberung Konstantinopels durch Kreuzfahrer im Vierten Kreuzzug (1204) war die Macht des byzantinischen Staates gebrochen, das Gebiet zerfiel in Nachfolgestaaten der Kreuzfahrer (so das Königreich Thessaloniki, das Fürstentum Achaia und einige weitere) sowie in mehrere byzantinisch geprägte griechische Staaten, darunter das Despotat Epirus und Europa und das Kaiserreich Nikaia in Kleinasien. Einige Gebiete wurden Kolonien der Republik Venedig, später auch Genuas und des Johanniterordens.

Mit der Rückeroberung Konstantinopels durch den nikaiischen Kaiser Michael VIII. 1261 gründete die Dynastie der Palaiologen das Byzantinische Reich erneut, konnte aber nur einen Teil Griechenlands erobern und verlor einige Gebiete an das Serbische Reich, das unter Stefan Uroš IV. Dušan um 1350 seine größte Ausdehnung erreichte, sowie ganz Kleinasien.

Schlacht von Navarino, gemalt von Carneray

Begünstigt durch die Schwäche des Byzantinischen Reiches konnten Truppen des Osmanischen Reichs zwischen 1359 und 1451 den größten Teil Griechenlands erobern. Mit dem Fall Mistras 1460 war die letzte unabhängige griechische Herrschaft im heutigen Griechenland von den Osmanen erobert. In den folgenden Jahrhunderten dehnten die Osmanen ihren Staat auf das gesamte griechische Gebiet mit Ausnahme der Ionischen Inseln aus. 1821 kam es zur so genannten Griechischen Revolution, deren intellektueller Wegbereiter eine Gruppe um Rigas Velestinlis und die Filiki Eteria waren. In der Schlacht von Navarino gelang es einer europäischen Seestreitmacht 1827, über die osmanische Flotte die Oberhand zu gewinnen. 1827 bildete sich eine erste griechische Regierung, die die Inselstadt Ägina zu ihrer Hauptstadt machte. 1829 zog die Regierung nach Nafplio auf dem Peloponnes um. Durch das Londoner Protokoll vom 3. Februar 1830, vom Osmanischen Reich am 24. April anerkannt, wurden Zentralgriechenland, der Peloponnes und die Kykladen zum selbstständigen Staat Griechenland erklärt. Ioannis Kapodistrias war bis zu seiner Ermordung das erste Staatsoberhaupt.

Mohrenkopf (Gebäck)

Mohrenköpfe mit Pudding und Nougatcreme

Die Bezeichnung Mohrenkopf wird für verschiedene kleine Gebäcke verwendet. Die Bezeichnung „Mohrenkopf“ (Kopf eines Mohren) ist eine Übersetzung des französischen Tête de Nègre und ist 1892 in Leipzig erstmals belegt.[1] Es ist ein Gebäck aus Othello-Masse (Biskuit), das gefüllt ist und mit Schokolade oder Kuvertüre überzogen ist.[2] In einigen Gebieten des deutschen Sprachraums bezeichnet man damit den Schokokuss.

Entstehungsgeschichte

Mohrenkopf mit Vanillepudding
Faschings-Mohrenköpfe

Der Mohrenkopf in dieser Form gilt als Erfindung Leipziger Bäcker Ende des 19. Jahrhunderts. Bereits das seit 1878 in Leipzig regelmäßig erschienene Universal-Lexikon der Kochkunst kannte Mohrenköpfe und nannte sie auch Indianer-Krapfen. Demnach wurden Zucker mit Eidottern zu dickem Schaum geschlagen und der feste Schnee aus Eiweiß sowie Weizen- oder Kartoffelmehl hinzu gemischt. Kleine runde Häufchen dieser Masse wurden rasch auf Papier gebacken, je zwei mittels aufgestrichener Marmelade zusammengesetzt und in eine Schokoladen-Glasur eingetaucht.[3]

Im Jahr 1899 hielt Adolf Cnyrim in seinem Buch Das Bäckergewerbe der Neuzeit sein Rezept fest. Das Gebäck besteht aus einer Biskuitmasse, auch Mohrenkopf- oder Othello-Masse genannt. Sie besteht aus Zucker, Eigelb, Mehl und Eiweiß. Die Masse wird halbkugelförmig auf gefetteten und gemehlten Blechen oder speziellen Mohrenkopfblechen dressiert und anschließend gebacken.[2].

Die Urform besteht aus zwei Hälften, die mit Konfitüre zusammengesetzt und mit dunkler Schokolade überzogen wird. Dadurch soll angeblich die aufgesetzte Frisur afrikanischer Völker nachempfunden werden, vergleichsweise kann das Bild im korsischen Wappen als Form dienen.

Varianten

In Österreich, dem südlichen Baden-Württemberg und der Schweiz bezeichnet man als Mohrenkopf ein Biskuitgebäck in Form einer Dreiviertelkugel, das mit Schlagsahne oder Eiercreme gefüllt und mit Schokolade überzogen ist. Heute wird das Gebäck in Deutschland meist mit Vanillepudding auch Vanille- oder Nougatcreme, seltener mit Schlagsahne gefüllt und mit Schokolade überzogen. Es sind auch Varianten verbreitet, die mit buntem Zuckerguss überzogen sind. Zur Faschingszeit werden die Mohrenköpfe besonders bunt dekoriert. Die früher traditionelle Bezeichnung in Österreich für derartige Backwaren war „Negerkopf“. Von dieser Bezeichnung ist man jedoch in den 1980er und 90er Jahren zunehmend abgekommen.

Dreikönig und warum sich da der Swami so freut

Der Swami hat ganz spezielle Rituale an Dreikönig. Zuallerste ist er dem Griechen am Stand sämtliche Vorspeisen weg . Danach geht er wacker Kaffeetrinken. Und dann springt er in die Sauna und sucht nach den 3 Königen. Doch was er heute fand waren 3 Schlappschwänze. Ok


Und woher kommt jetzt Dreikönig , laut Wiki ?

Exegese und biblische Bezüge

Das zweite Kapitel des Matthäusevangeliums (MtEU) berichtet im Rahmen der Erzählung von der Geburt Jesu Christi in Bethlehem über die Verehrung des Neugeborenen durch Μάγοι ἀπό ἀνατολών (griechisch, Magoi apo anatolôn, Magier von Osten). Dort heißt es: „Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: ‚Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.‘“

Magoi wird im Griechischen allgemein für Magier verwendet, aber auch für die zoroastrische Priesterkaste aus dem medischen Priesterstamm der Mager, die bei Herodot, Strabon und Philon von Alexandria erwähnt sind. Deshalb könnten persische oder auch chaldäische Sterndeuter gemeint sein. Zuweilen wird die Meinung vertreten, dass diese Magier von der jüdischen Gemeinde in Babylon beeinflusst gewesen sein könnten,[2] so wie seinerzeit der alttestamentliche Prophet Daniel als Israelit einflussreicher Gelehrter in Babylon war.

Nach allgemeiner Auffassung der Exegese repräsentieren sie die Welt der Heiden[3] und suchen nach dem neugeborenen „König der Juden“ (Mt 2,2 EU), ein Begriff, der bei Matthäus nur von Heiden verwendet wird (vgl. Mt 27,11.29.37 EU); die Juden verwenden im Matthäusevangelium statt dessen ausschließlich den Begriff „König Israels“ (Mt 27,42 EU).[3]

Die Weisen haben den Aufgang eines Sterns beobachtet, der die Geburt eines Königs ankündigt (Mt 2,2 EU). Hier ist an einen persönlichen Stern im Sinne einer von ihnen beobachteten Himmelserscheinung gedacht. Assoziationen zum Stern finden sich sowohl im Verstehenshorizont der heidnischen antiken Umwelt (Vergils Aeneis 2,694) als auch im jüdischen Umfeld (vgl. das Bileamwort über einen aufgehenden Stern in Israel Num 24,17 EU oder auch eventuell die wandernde Feuersäule in Ex 13,21 EU). Ob ein historisches astronomisches Phänomen um die Zeitenwende die Erzählung mitgeprägt hat, ist auch astronomisch umstritten und „geht als Frage am primär symbolischen Gehalt des Sterns vorbei“.[3]

In Vers 3–8 kommen die Weisen zuerst nach Jerusalem, als Hauptstadt naheliegender Geburtsort eines Königs der Juden. Hier wird die Reaktion der politischen und religiösen Aristokratie auf die Geburt des Messias geschildert: „sie erschraken“ (V.3). In V.8 beauftragt König Herodes sie sogar, zurückzukehren und ihm genau den Aufenthaltsort des Kindes zu verraten – eine Vorbereitung der Erzählung vom Kindermord in Betlehem (Mt 2,16–18 EU). So weist Matthäus bereits in der Einleitung des Evangeliums auf das zentrale Motiv der Ablehnung des Messias durch sein eigenes Volk hin.

In Vers 9 folgen die Weisen wieder dem Stern, der erst jetzt als wegweisender Wanderstern beschrieben ist. Er zieht vor ihnen her bis nach Betlehem und bleibt dort stehen. Im Unterschied zum Lukasevangelium (Lk 2,7 EU) ist es bei Matthäus ein gewöhnliches „Haus“ (V.10). Vers 10–11 sind als Kontrast zum Erschrecken der Menschen in Jerusalem gestaltet: Die Magier sind überglücklich – „sie freuten sich sehr mit großer Freude“ – und bringen ihre Gaben dar: Gold, Weihrauch und Myrrhe (Vers 11). Dieser Vers nimmt nach überwiegender Meinung der Exegeten[4] Bezug auf mehrere alttestamentliche Stellen:

Die Völkerwallfahrt zum Zion in Psalm 72,10–15 EU:

10„Die Könige von Tarschisch und von den Inseln bringen Geschenke, die Könige von Saba und Seba kommen mit Gaben. 11Alle Könige müssen ihm huldigen, alle Völker ihm dienen. […] 15Er lebe und Gold von Saba soll man ihm geben!“

Im Buch Jesaja 60,6 EU:

„Alle kommen von Saba, bringen Weihrauch und Gold und verkünden die ruhmreichen Taten des Herrn.“

Und im Hohelied 3,6 EU:

„Wer ist sie, die da aus der Steppe heraufsteigt in Säulen von Rauch, umwölkt von Myrrhe und Weihrauch, von allen Wohlgerüchen der Händler?“

Daneben dient Matthäus jedes Geschenk[5] einzeln als Zeugnis für die Messianität Jesu: Gold als das angemessene Geschenk für den neugeborenen König; Myrrhe, eine Heilpflanze, mit der Arznei zubereitet wird, zum einen als Geschenk für den von Gott gesandten Arzt und Heiler („Heiland“), zum anderen unter Bezugnahme auf Ex 30,22–33 EU ebenso wie der dem Bereich des Tempels zugeordnete Weihrauch als Geschenk für den zukünftigen Hohepriester Israels.

Einen anderen Bezug zur Myrrhe bietet das Johannesevangelium, wo in Joh 19,39 EU über Nikodemus gesagt ist, er habe etwa 100 Pfund Myrrhe mit Aloe vermischt zu Jesu Begräbnis gebracht. Die Auffassung, dass die Myrrhe des Königs in diesen Zusammenhang gehört, begegnet schon sehr früh. In einem alten lateinischen Text[6], dessen Vorlage vielleicht ein griechisches Malerhandbuch war, liest man: „[...] Balthasar [...] per myrrham filium hominis moriturum professus est“ („Balthasar hat durch die Myrrhe den künftigen Tod des Menschensohns angegeben“). Diese Vorstellung drückt auch die Antiphon zum Benedictus der Laudes des 7. Januar aus. Da bringen die drei Weisen „Gold dem großen König, Weihrauch dem wahren Gott und Myrrhe für sein Begräbnis.“ Der nämliche Gedanke findet sich in dem Liedtext[7] „Ein Stern ist aufgegangen“ von Guido Maria Dreves: Die Weisen brachten „Weihrauch dem Gotteserben, dem Königskinde Gold, die Myrrhe ihm, der sterben für uns am Kreuze wollt“.

Friedrich von Spee dichtet um 1623 „die Myrrh’ auf seine Menschheit wies“. Die Myrrhe ist dann nicht Zeichen für den Heiler, sondern Zeichen für den Menschen oder das menschliche Kleinkind, die Salbe aus Heilpflanzen brauchen.[8]

Danach sorgt Vers 12 nur noch dafür, dass die Weisen nicht zu Komplizen des Herodes werden und Jesus verraten. Anschließend verschwinden sie aus dem Matthäusevangelium, „ein weiteres Interesse an ihnen besteht nicht“.[4]

Silvester

Herkunft

Das Jahresendfest hatten bereits die Römer gefeiert, erstmals im Januar zu Beginn des Jahres 153 v. Chr., als der Jahresbeginn vom 1. März auf den 1. Januar verschoben wurde.[1] Die Feuer-Feste am Jahresende haben alte germanische Wurzeln.

Die Assoziation des Jahresendes mit dem Namen Silvester (deutsch ‚Waldmensch‘, von lateinisch silva ‚Wald‘) geht auf das Jahr 1582 zurück. Damals verlegte die Gregorianische Kalenderreform den letzten Tag des Jahres vom 24. Dezember auf den 31. Dezember, den Todestag des Papstes Silvester I. († 31. Dezember 335). Der Liturgische Kalender führt den Tag seit 813 auch als dessen Namenstag.[2]

In einigen Gegenden Deutschlands heißt der Tag, quasi als Gegenstück zum folgenden Neujahrstag, auch Altjahr, Altjahrsabend oder das Alte Jahr, in Österreich ebenso wie in Kroatien auch Altjahrstag, in Kroatien ebenso wie in Slowenien und Serbien als Ausnahme auch Silvestrovo (‚Tag des Silvester‘).

Auch im Niederländischen heißt es zumeist Oudejaarsavond, und nur alternativ auch Silvester. Auf Spanisch: Nochevieja (wörtlich: alte Nacht) und auf Dänisch, Schwedisch, Portugiesisch spricht man wie im Englischen vom Neujahrs-(vor-)abend: New Year’s Eve, Nytårsaften, Nyårsafton, Véspera de Ano-Novo. Der 31. Dezember wird in folgenden Sprachen Silvester genannt: Italienisch Notte di San Silvestro, Französisch Réveillon de la Saint-Sylvestre, Polen Sylwester, Tschechien Silvestrovské oslavy, Esperanto Silvestro, Deutsch Silvester. Laut amtlicher deutscher Rechtschreibung existiert für den letzten Tag des Jahres nur die Schreibweise Silvester mit „i“, anders als für den Vornamen Sylvester/Silvester.

Feier und Brauchtum

Silvester-Feuerwerk

Im deutschsprachigen Raum wird am Silvestertag mit einem Guten Rutsch gegrüßt. Der Silvesterabend wird häufig in Gesellschaft begangen. Zum Jahreswechsel um Mitternacht wird meist mit Feuerwerk, Böllern und Glockengeläut gefeiert und mit Sekt angestoßen. Das Feuerwerk sollte in animistischen Glauben früher „böse Geister“ vertreiben und drückt heute auch Vorfreude auf das neue Jahr aus. Bei privaten Silvesterfeiern sind Bleigießen sowie das Öffnen einer Flasche Sekt zum Jahreswechsel weit verbreitet. Die Kirchen bieten nächtliche Gottesdienste.

Im Schweizer Kanton Appenzell Ausserrhoden halten am 31. Dezember und am 13. Januar (Alter Silvester) die Silvesterchläuse Einzug. Falls der 31. Dezember bzw. 13. Januar auf einen Sonntag fällt, findet das Silvesterchlausen am Samstag statt. Das Silvesterchlausen ist der wohl eindrücklichste Winterbrauch im Appenzellerland. Die Chläuse werden durch drei Arten unterschieden: die «Wüeschte», die «Schöne» und die «Schöwüeschte» oder Naturchläuse. Sie treten fast ausschließlich in «Schuppel» (Gruppen) auf. Schon in der ersten Morgendämmerung des Silvestertages sind viele der Chlausschuppel unterwegs in der nahen Umgebung der Gemeinden, um bei Freunden zu «chlausen» und zu «zauren». Ein einmaliges Schauspiel bietet sich den Zuschauern, wenn die Chlausengruppen in die Dörfer ziehen. Meist hört man sie mit ihren Schellen schon von Weitem.

Silvesterkläuse in Urnäsch, Schweiz (2013)

Bei den sogenannten Silvesterläufen machen tausende von Menschen – oft für einen Spendenobolus – bei Volksläufen mit. Der weltweit größte Silvesterlauf San Silvestre Vallecana findet mit über 20.000 Teilnehmern in der spanischen Hauptstadt Madrid statt, während der größte deutsche Lauf, der Silvesterlauf von Werl nach Soest, auf einem 15 km langen Teilstück der Bundesstraße 1 ausgetragen wird. Hier beteiligen sich seit fast 25 Jahren über 7.900 Läufer aller Altersklassen für eine gemeinnützige Sache. Der Corrida Internacional de São Silvestre, der älteste und zweitgrößte Lauf dieser Art weltweit, startet alljährlich in der brasilianischen Stadt São Paulo mit 13.000 Teilnehmern.

Weitere Bräuche zum neuen Jahr finden sich unter Neujahrsfest.

Aufgrund der seit 1995 bestehenden Zugehörigkeit der Caroline Islands (Line Islands/Kiribatis) zur Zeitzone UTC+14 findet dort der Jahreswechsel zuerst statt, nämlich bereits am 31. Dezember um 11:00 mitteleuropäischer Zeit.

Weihnachten

Weihnachten ist mit Ostern und Pfingsten eines der drei Hauptfeste des Kirchenjahres. Die weihnachtliche Festzeit beginnt mit der ersten Vesper von Weihnachten am Heiligabend (siehe dazu auch Christvesper) und endet in der römisch-katholischen Kirche mit dem Fest Taufe des Herrn am Sonntag nach Erscheinung des Herrn. Der erste liturgische Höhepunkt der Weihnachtszeit ist die Mitternachtsmesse (siehe Christmette). Vor der Liturgiereform von 1963 erstreckte sich der Weihnachtsfestkreis, der den Advent als Vorbereitungszeit einschließt, bis zum Fest Darstellung des Herrn am 2. Februar, umgangssprachlich Maria Lichtmess oder Mariä Lichtmess genannt.

Als kirchlicher Feiertag ist der 25. Dezember erst seit 336 in Rom belegt. Wie es zu diesem Datum kam, ist umstritten. Diskutiert wird eine Beeinflussung durch den römischen Sonnenkult: Kaiser Aurelian hatte den 25. Dezember im Jahr 274 als reichsweiten Festtag für Sol Invictus festgelegt; zwischen diesem Sonnengott und „Christus, der wahren Sonne“ (Christus verus Sol) zogen die Christen früh Parallelen.[1]

Christen und Nichtchristen feiern Weihnachten heute meist als Familienfest mit gegenseitigem Beschenken; dieser Brauch wurde seit 1535 von Martin Luther als Alternative zur bisherigen Geschenksitte am Nikolaustag propagiert, um so das Interesse der Kinder auf Christus anstelle der Heiligenverehrung zu lenken.[2] In römisch-katholischen Familien fand die Kinderbescherung weiterhin lange Zeit am Nikolaustag statt. Hinzu kamen alte und neue Bräuche verschiedener Herkunft, zum Beispiel Krippenspiele seit dem 11. Jahrhundert, zudem der geschmückte Weihnachtsbaum (16. Jahrhundert), der Adventskranz (1839) und der Weihnachtsmann (19. Jahrhundert). Dieser löste in Norddeutschland das Christkind und den Nikolaus als Gabenbringer für die Kinder ab. Viele Länder verbinden weitere eigene Bräuche mit Weihnachten. Der Besuch eines Gottesdienstes am Heiligen Abend ist auch bei Nicht-Kirchgängern oder Konfessionslosen weit verbreitet.

Hormone-Definition

Definition

Der Begriff Hormon wurde 1905 von Ernest Starling geprägt. Aus dieser Zeit stammt der klassische Hormonbegriff, nach dem Hormone im engeren Sinn körpereigene Stoffe sind, die aus einer endokrinen Drüse (Schilddrüse, Nebennieren, Bauchspeicheldrüse usw.) in den Blutkreislauf abgegeben werden, um in anderen Organen eine spezifische Wirkung zu erzielen (glanduläre Hormone). In Analogie dazu werden bei Gliederfüßern und Weichtieren Botenstoffe als Hormone angesehen, die über die Hämolymphe an ihren Wirkort gelangen. Diese klassische Definition findet bis heute Anwendung, wurde aber vielfach modifiziert und erweitert.

So wurde der Hormonbegriff um Substanzen im Allgemeinen erweitert, die wie Calcitriol, Erythropoietin und das atriale natriuretische Peptid nicht aus einer Hormondrüse freigesetzt werden. In der Regel werden auch Substanzen, die von Nervenzellen produziert und ins Blut abgegeben werden (Neurohormone), der Gruppe der Hormone zugeordnet.[2] Auch körpereigene Stoffe aus spezialisierten Zellen, die nach Abgabe unter Umgehung des Blutwegs direkt im unmittelbar benachbarten Gewebe (parakrin) ihre Wirkung erzielen (Gewebshormone) werden gelegentlich als Hormone bezeichnet.

Dem gegenüber werden hormonähnliche Stoffe, wie beispielsweise Zytokine, die innerhalb eines bestimmten Gewebes (autokrin) bestimmte Wachstums- und Differenzierungsprozesse von Zellen steuern, und Mediatoren, die nur innerhalb eines Gewebes diffundieren, meist von den eigentlichen Hormonen abgegrenzt. Auch Neurotransmitter, die von Nervenzellen über den synaptischen Spalt abgegeben werden um ebenfalls an Nervenzellen ihre Wirkung zu entfalten, werden in der Regel nicht als Hormone bezeichnet.[3]

Respekt

Respekt (lateinisch respectus „Zurückschauen, Rücksicht, Berücksichtigung“, auch respecto „zurücksehen, berücksichtigen“) bezeichnet eine Form der Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Ehrerbietung gegenüber einem anderen Lebewesen (Respektsperson) oder einer Institution. Eine Steigerung des Respektes ist die Ehrfurcht, etwa vor einer Gottheit.

Antonyme sind Respektlosigkeit, Missachtung und gesteigert Verachtung.

Begriff

Der Ausdruck wird normalerweise auf zwischenmenschliche Beziehungen angewandt, kann jedoch auch auf Tiere, Gruppen, Institutionen, Länder oder Moralansichten, bzw. fremden gesellschaftlichen Ansichten bezogen werden. Respekt impliziert nicht notwendigerweise Achtung, aber eine respektvolle Haltung schließt bedenkenloses egoistisches Verhalten aus. Die Respektvorstellung ist etwas Vorausgehendes und leitet sich nicht aus einer Rechtsvorstellung ab. Aspekte des Respekts können sehr mannigfaltig sein und äußern sich in verschiedenen Gesellschaften auch unterschiedlich. Kulturell bedingte Verschiedenheiten im Verhalten, Selbst- und Außenwahrnehmung können unbeabsichtigt den Anschein von Respektlosigkeit oder gar Tabuverletzung erwecken.

Pietät
ist der Respekt, der Verstorbenen gegenüber gewahrt wird und im übertragenen Sinne euphemistisch für Einrichtungen benutzt wird, die dem Erbringen dieses Respektes dienen. Pietät ist zumeist der Respekt den Toten gegenüber. Das Wort hatte in der Antike viele Bedeutungen, die alle unter „das pflichtbewusste Benehmen gegenüber Mensch und Gott“ zusammengefasst werden können, also auch Demut, väterliche Liebe und Vaterlandsliebe.
Sprachwissenschaft
In der Sprachwissenschaft wird Respekt als deiktische grammatische Kategorie behandelt.
Theologie
„Der Mensch muss die eigene Würde der Geschöpfe und ihrer Rhythmen respektieren; er darf nicht beliebig schalten und walten.“ (Katholischer Erwachsenen-Katechismus)

Varianten

Respekt wird oft durch Symbole ausgelöst oder verstärkt und bezieht sich auf unterschiedliche Verhaltensformen, so etwa:

„Ich behandle jeden Menschen mit Respekt.“
„Ich habe großen Respekt gegenüber dem Politiker, der einen Fehler offen zugibt.“
„Ich habe Respekt vor meinem Vorgesetzten.“
  • Angst vor der Macht einer übergeordneten Person.
„Durch Strenge und drakonische Bestrafungen verschaffte er sich Respekt.“
  • Toleranz gegenüber der anderen Person.
„Ich respektiere es, wenn jemand vor dem Priester nicht niederkniet.“
  • Vorsicht bei Handlungen gegenüber Personen, die kränken oder Unfrieden stiften könnten.
„Aus Respekt den Eltern gegenüber würde ich sie – um des lieben Friedens willen – nicht in der Gegenwart ihrer Kinder zurecht weisen. Nicht dass die Kinder danach noch quengeln“

Pädagogische Perspektive

In der englischen Sprache sind die Konnotationen des Wortes „Respekt“ heute weitaus milder als im Deutschen. Respect steht dort nicht in erster Linie für eine quasi soldatische Unterwerfung, sondern neutraler für die Achtung, die jeder Mensch jedem anderen menschlichen Wesen entgegenbringen soll. Der Gegenbegriff zu respect ist Misshandlung (abuse). In diesem Sinne ist respect in den USA ein hoch angesehenes und universell anerkanntes Erziehungsziel.[1]

Erziehung des Kindes zu einem respektvollen Umgangston erfolgt unter anderem durch ein gutes Vorbild der Eltern, die einander, dem Kind und weiteren Personen stets ohne Herablassung oder Demütigung begegnen. Die respektvolle Behandlung des Kindes besteht z. B. darin, seine altersgemäß natürlichen Vorlieben – etwa für Süßigkeiten oder für bestimmte Fernsehsendungen – nicht lächerlich zu machen (was nicht bedeutet, dass Eltern das Naschen oder Fernsehen des Kindes unbegrenzt dulden müssen).[2]

Freude

Die Freude ist das Stammwort zu froh. Sie ist eine Beglückung, eine helle oder heitere Stimmung, ein Frohgefühl. In der Freude fühlt man sich wohl, es sind im Augenblick alle seelischen Bedürfnisse erfüllt.

Freude ist eine spontane, innere, emotionale Reaktion auf eine angenehme Situation, eine Person oder Erinnerung. Sie kann sehr verschiedene Formen und Stärken von angenehmen Gefühlen annehmen. Sie kann sich nach außen auf der ganzen Skala zwischen einem Lächeln und einem Freudenschrei äußern.

Solche Emotionen sind als psychische Reaktionen zunächst spontan und für sich selbst gesehen weder gut noch schlecht. Eine wertende Komponente kommt ihnen erst zu, wenn sie in negativem oder positivem Verhältnis zur geltenden Moral stehen (Beispiele: Schadenfreude bzw. Siegesfreude).

Familientreffen Spezial

Wärmflasche

Wärmflaschen aus Gummi
Zum Schutz vor Verbrennungen umhäkelte alte Wärmflasche

Eine Wärmflasche (auch Thermophor, in der Schweiz, im Badischen und im Elsass: Bettflasche) ist ein Behältnis mit Schraubverschluss, das mit heißem Wasser gefüllt wird, um Körperteile damit zu wärmen. Sie besteht heute meist aus PVC oder einem anderen flexiblen, hitzebeständigen Kunststoff. Wärmflaschen sind meist rechteckig geformt, verfügen über abgerundete Ecken und messen ungefähr 30 cm × 20 cm. Neben der Standardform gibt es sie in unterschiedlichsten Farben, Formen und Maßen.

In eigener Sache: Ich verbrannte mir immer die Füsse damit
Alte Wärmflasche zur Benutzung bei Bauchschmerzen

Die Wärmflasche wird mit heißem, aber nicht kochendem Wasser gefüllt und häufig benutzt, um in der kalten Jahreszeit das Bett anzuwärmen. Daneben werden Wärmflaschen auch zur Wärmetherapie genutzt, etwa bei Verspannungen im Hals-Schulter-Bereich oder bei Bauchschmerzen zur Anregung der Peristaltik.

Abweichend kann eine Wärmflasche auch aus Metall bestehen. In diesem Fall kann das Wasser gleich in der Wärmflasche erhitzt werden, indem man diese auf den Herd stellt (wobei durch die Form ein hoher Wärmeverlust schon während dem Erhitzen gegeben ist, weshalb das Einfüllen von anderweitig erwärmtem Wasser sinnvoller ist.) Bevor man sie ins Bett legt wird eine Metallwärmflasche dann mit einer Decke, einem großen Handtuch oder etwas ähnlichem umwickelt, um Verbrennungen zu vermeiden.

Inhaltsverzeichnis

Sex im Alter

Sexuelles Lustempfinden

Mit zunehmendem Alter verändert sich die Rolle der Sexualität, die eigentliche Fortpflanzungsfunktion verliert nach dem Klimakterium ihre Bedeutung, und Sexualität ist nicht mehr zwangsläufig auf den Geschlechtsverkehr als zentralen Akt sexuellen Lustempfindens ausgerichtet. Je nach persönlicher Veranlagung bleiben Erotik und Lust jedoch ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Menschen, die aufgrund ihrer Erziehung oder ihres individuellen Bedürfnisses nach sexuellem Kontakt als jüngere Menschen sexuell nicht sehr häufig oder ungern Sexualverkehr hatten, werden dies im Alter eher nicht verändern, während sexuell sehr aktive Menschen diese Aktivität bis ins hohe Alter hinein erhalten können. Zärtlichkeit, Bindung und Nähe werden für viele ältere Menschen wichtiger. Teilweise verändern sich die bevorzugten Praktiken und Stellungen, meist als Folge einer Anpassung an eine geänderte körperliche Verfassung, oder weil das Lustempfinden sich verändert, beispielsweise durch eine empfindlichere Haut im Vaginalbereich oder eine notwendige direktere Stimulation im Zusammenhang mit erektiler Dysfunktion.

Wesentliche Grundlage für eine erfüllte sexuelle Beziehung ist nach Studien eine vertraute, vertrauende und intime Beziehung, in der körperliche Veränderungen und eventuelle Einschränkungen nicht als Behinderung, sondern als Option für eine neue, dem Alter und dem Erfahrungshorizont angepassten Möglichkeit des Ausdrucks von Zärtlichkeit, körperlicher und emotionaler Nähe verstanden wird. Ein gesundes Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, mit der eigenen, sich verändernden Ästhetik umzugehen, hat ebenfalls eine wesentliche Bedeutung für einen schamfreien und entspannten Umgang mit der eigenen Sexualität.

Amerikanische Sexualwissenschaftler stellten 2007 in Befragungen fest, dass auch das Erreichen sexueller Erfüllung über Masturbation im letzten Lebensdrittel für viele Menschen eine wichtige Rolle spielt. Etwa die Hälfte aller Männer und ein knappes Viertel aller Frauen gaben an, sich selbst zu befriedigen. Hierbei wurde deutlich, dass sich dabei die Zahlen zwischen Alleinstehenden und in festen Partnerschaften lebenden Menschen nur unwesentlich unterschieden; dies also in allen Lebensformen als Teil der Sexualität empfunden wurde. In Partnerschaften masturbierten 52 Prozent der Männer und 25 Prozent der Frauen, ähnliche Zahlen ergaben sich für allein lebende Männer (55 %) und Frauen (23 %).[5]

Ehering

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Anlegen des Eherings bei der Heirat an den linken Ringfinger, die weltweit häufigste Variante

Bereits in der Antike war der Trauring bekannt. Sowohl die alten Ägypter als auch Römer trugen den Trauring am Ringfinger der linken Hand. Der Grund hierfür war die Vorstellung, dass eine Ader, die sog. Vena amoris (lat. für ‚Liebesader‘) direkt vom Herzen zu diesem Finger führe. Im antiken Rom trugen nur Frauen einen Ehe- oder Verlobungsring. Letzterer war meist aus Eisen und galt als Zeichen der Bindung, vor allem aber auch als „Empfangsbestätigung” für die Mitgift.[2] Die Übergabe eines Ringes nur an die Frau hielt sich je nach Kulturkreis und Gesellschaftsschicht bis weit ins vergangene Jahrhundert. Er folgte dem Bibelspruch „Die Frau sei dem Manne untertan“ und entsprach dem 6. und 9. der zehn Gebote.[3]

Der Brauch, den Trauring am nach ihm benannten Ringfinger zu tragen, hat sich bis heute erhalten. Während in vielen westlichen Ländern der Trauring am linken Ringfinger getragen wird, ist es in Deutschland, Österreich sowie unter anderem in Norwegen, Litauen, Polen, Bulgarien, Russland und der Ukraine üblich, den Ring am rechten Ringfinger zu tragen.

Eheringe sind oft mit Inschriften oder Symbolen in der inneren Ringschiene versehen. In antiken römischen Ringen findet man beispielsweise „Pignus amoris habes“ – „Du hast meiner Liebe Pfand“. In heutigen Eheringen sind häufig der Name des Partners und das Datum des Versprechens zu lesen.

Seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. gab es unter anderem auch goldene Ringe in Form zweier ineinander verschränkter Hände.[4] Nach Livius wurden goldene Ringe in großer Zahl auf den Schlachtfeldern Süditaliens gefunden, was man damit erklärt, dass es sich um Eheringe gehandelt haben muss. Seine sakrale Bedeutung in der christlichen Kirche hat der Ehering spätestens seit Papst Nikolaus I. (um 850). Seit dem 13. Jahrhundert gehört der Ring fest zum kirchlichen Trauritus.

Der Ehering gilt als Sinnbild der Treue der tragenden Person und ihrer ehelichen Bindung entsprechend den Ritusworten „Trage diesen Ring als Zeichen Deiner Treue“. Mit den heute oft gesprochenen Worten „Trage diesen Ring als Zeichen meiner Treue“ oder „Trage diesen Ring als Zeichen unsrer Liebe und Treue“[5] und dem wechselseitigen Anstecken und Tragen zweier gleichförmiger Ringe hat der Ehering eine völlig neue Bedeutung erlangt und steht für eine geänderte Eheauffassung.

Auch das Judentum kennt einen Hochzeitsring; dieser wird jedoch nur rituell genutzt; während der Trauung wird der Braut ein solcher Ring an den Zeigefinger der rechten Hand gesteckt.

Ein Paar von Ringen ist ein weit verbreitetes Symbol der Ehe, wobei oft ein Ring durch den anderen geführt ist. Die Ringe selbst werden auch mit symbolischer Bedeutung versehen. So hat ihre Kreisform kein Ende, verschlungene Ringe können nicht getrennt werden, ohne sie zu beschädigen, sie ähneln dem neuzeitlichen Symbol für Unendlichkeit (), und meist werden möglichst dauerhafte Materialien verwendet – sämtlich Symbole für die im Kontext der Ehe positiv konnotierten Konzepte Ewigkeit und Verbundenheit. Spezielle Ringformen tragen auch religiöse Bedeutung wie die Verwendung dreiteiliger Ringe zur Symbolisierung der christlichen Dreifaltigkeit.

Etwas über Parfüm

Die Entstehung (Belebung) der Parfümerie wird u. a. mit dem Eintreffen der Katharina von Medici (1519–1589) am Hofe von Heinrich II. in Verbindung gebracht. 1580 kommt der Alchimist und Apotheker Francesco Tombarelli nach Grasse (Frankreich) und eröffnet ein Laboratorium zur Herstellung von Düften, womit Grasse zum Gründerzentrum der europäischen Parfümindustrie wurde. Man unterschied jedoch streng zwischen einfachen Leuten und Oberschicht: „Gute Myrrhe in den Mund zu nehmen geziehmt sich für den einfachen Mann nicht“. 1709 nimmt Lemery eine Einteilung vor, in der er zwischen einem königlichen Parfum und dem Parfum für den Bourgeois unterscheidet. Letzteres soll keinerlei ästhetische Wirkung erzielen, sondern lediglich die Luft desinfizieren. Parfum hatte dieser Auffassung nach zugleich therapeutische Wirkung, es belebe den Geist, stärke den Körper und galt als wichtige Waffe im Kampf gegen die Pest. Parfum entzücke die Sinne, reinige, schütze und sei zugleich Symbol für materiellen Wohlstand. Die Vermutung, dass beim Bade schadhafte Keime den Körper befallen könnten, beförderte den massenhaften Einsatz der Duftwässer, die zum unverzichtbaren Hilfsmittel bei der täglichen Toilette wurden, die auf Wasser als Reinigungsmittel verzichtete – Eau de Toilette.

Bestandteile und Herstellung

Grundbestandteile eines Parfüms sind hauptsächlich Alkohol (rd. 80 %), destilliertes Wasser und darin gelöste natürliche Essenzen (ätherische Öle pflanzlicher oder tierischer Herkunft) sowie immer mehr synthetisch hergestellte Duftstoffe. Die Fachbezeichnung für natürliche Öle und synthetische Duftstoffe (chemicals) lautet „Riechstoffe“. Die meisten einheitlichen Riechstoffe werden heute in größeren Mengen synthetisiert. Bei der Suche nach neuen Duftstoffen hängt der Fortschritt – nach Einschätzung von Ernest Beaux, Kompositeur des bekannten Parfüms Chanel No. 5 – zuerst von den Forschungsarbeiten der Chemiker ab.[1] Natürliche Riechstoffe werden, je nach ihrer Thermostabilität und störenden Begleitsubstanzen, aus dem zerkleinerten Rohmaterial durch Destillation, Mazeration, Enfleurage, Extraktion oder durch Auspressen (Expression) gewonnen.

Kind, das, Kinder, die

Juristische Definitionen

Nach der Geburt wird einem Kind mit der Ausstellung einer dementsprechenden Urkunde die Aufnahme in die Gesellschaft dokumentiert.

Einjähriges Kind

Die Krankenakte eines neugeborenen Kindes ist Bestandteil der mütterlichen Krankenakte, bis das Kind versicherungsrechtlich als auch lebend das Krankenhaus zum ersten mal verlassen hat. Da jedem lebend geborenen Kind eine Geburtsurkunde zusteht, kommt den Aufzeichnungen im Kreißsaal besondere Bedeutung zu, unabhängig davon, ob das Kind lebend das Krankenhaus verlassen hat. Nach der Kinderrechtskonvention der UNO ist Kind, wer das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat (vgl. Kinderrechte).

Deutschland

Nach deutschem Recht ist Kind, wer noch nicht 14, Jugendlicher, wer 14, aber noch nicht 18 Jahre alt ist (siehe § 1 Jugendschutzgesetz). Im Jugendarbeitsschutzgesetz § 2 ist die Grenze jedoch erst bei 15 Jahren gezogen. Im Kontext des Achten Buches Sozialgesetzbuch (§ 8 SGB VIII), des so genannten Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG), ist Kind, „wer noch nicht 14 Jahre alt ist“ (§ 7 Abs. 1 Nr. 1 SGB VIII).[1] – mit Ausnahme der Bestimmungen zur Pflege und Erziehung der Kinder als Recht und Pflicht der Eltern (Kind in diesem Sinne ist, „wer noch nicht 18 Jahre alt ist“) und zur Annahme als Kind (Kind in diesem Sinn (BGB Familienrecht) sind „Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben“);[2] Kinder gehören zu den im SGB VIII definierten jungen Menschen. Nach § 32 AufenthG gilt als minderjähriges „Kind“, wer das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat (vgl. Kindernachzug).

Untreue

Untreue steht für

Siehe auch

Oralverkehr

Intimmassage

Die beiden Verklemmten machen das aber richtig gut und unschlüpfrig. Jedenfalls habe ich mich schepsgelacht. Was Menschen alles tun , um zu beweisen das sie etwas besser können. Ich habe es nicht geglaubt was ich da gesehen habe: Unfassbar

Natürliche Anregungen

Ashwagandha

Ashwagandha ist ein begehrtes indisches Kraut, das über Tausende von Jahren verwendet wurde, um die Jugendlichkeit zu beleben und zu erhalten. Es wird als ein hervorragendes sexuelles Stimulans angesehen und wird von indischen Ärzten verschrieben, um das sexuelle Verlangen bei Männern und Frauen mit geringer Libido zu steigern. Es gilt im indischen Arzneimittelsystem, genannt Ayurveda, als ein wichtiges zur Kraut zur Verjüngung.

Ashwagandha

Kakao

Als Basis für Schokolade verwendet, enthält die Kakaobohne Theobromin, Koffein und das chemische Aphrodisiakum Phenylethylamin. Es wird in Zentralamerika seit Jahrhunderten als sexuelles Stimulans verwendet - atztekische Prostituierte wurden sogar mit Kakaobohnen bezahlt.

Cacao

Cannabis

Gras, Marihuana oder Cannabis wird seit Tausenden von Jahren als natürliches Aphrodisiakum verwendet. Es wird gesagt, daß es die sexuelle Lust und Intensität steigert, in höheren Dosen jedoch kann es buchstäblich zu entspannend sein.

Cannabis

Promiskuität,persönlich

Ich bekenne mich dazu, das es Zeitabschnitte gegeben hat in denen ich promisk war, jahrelang. Mann kann sagen , das ich getrieben war, grad in meiner Coming-Out Zeit. Und ich hatte mich nicht im Griff, ich habe mich auch manches Mal auch blamiert. Erst so nach und nach wurde ich wieder Herr meiner Triebe. Und das war ein Segen. In der promisken Zeit gab es sicher einige glanzvollen sexuellen Höhepunkte um die mich viele Männer beneiden, so wirklich geniessen konnte ich das nicht immer , denn eigentlich war ich immer auf der Suche nach dem Partner überhaupt

Promiskuität

Promiskuität (von lat. promiscuus „gemeinsam“ und promiscēre „vorher mischen“), seltener Promiskuitivität, ist die Praxis sexueller Kontakte mit relativ häufig wechselnden verschiedenen Partnern oder mit parallel mehreren Partnern. Das Adjektiv promiskuitiv oder promisk wird auch verwendet für „sexuell freizügig“ oder „offenherzig“.

Promiskes Verhalten ist in der geltenden Rechtsordnung nach dem allgemeinen Verständnis der Menschenwürde eine Ausprägung der Selbstbestimmung im Rahmen des möglichen autonomen Verhaltens der beteiligten Personen. Promiskes Verhalten kann in manchen Fällen aufgrund eventueller Disparität der Erwartungen der Sexualpartner zu einer Missachtung der Selbstbestimmung des jeweils anderen Partners führen.

Im Tierreich versteht man unter Promiskuität, dass sich Weibchen und Männchen in einer Saison mit mehr als einem Geschlechtspartner paaren.

Die Masturbation

Unter Masturbation wird eine – überwiegend manuelle – Stimulation der Geschlechtsorgane verstanden, die in der Regel zum Orgasmus führt. Dabei können auch verschiedene Hilfsmittel zum Einsatz kommen.

Formen der Masturbation

Im häufigsten Fall handelt es sich bei der Masturbation um eine geschlechtliche Selbstbefriedigung, also eine Form der Autosexualität. Eine Masturbation kann jedoch auch an und durch andere Personen ausgeführt werden. Neben der häufigsten Form der Masturbation durch die Benutzung der Hand als Stimulationswerkzeug gibt es auch verschiedene Sexspielzeuge und Masturbationshilfen, die zur Unterstützung der Masturbation eingesetzt werden können.

Die Masturbation stellt gemeinsam mit dem Geschlechtsverkehr die häufigste Form sexueller Aktivität dar. Auch als Sexpraktik gemeinsam mit dem Partner ist sie beliebt, da bei vielen Menschen durch die Beobachtung des masturbierenden Partners die sexuelle Erregung gesteigert wird. Sie ist oft Teil des Pettings und stellt eine Möglichkeit des „Safer Sex“ dar.

Etymologie

Die Wortherkunft ist nicht sicher geklärt. Am plausibelsten scheint die lateinische Herkunft aus der Vorsilbe „mas-“ („männlich“) mit dem Stammwort „turbare“ („stören, heftig bewegen“); eine stark moralisierende und kirchennahe, aber unetymologische Deutung ergibt sich mit der aus dem Mittellatein schwach belegbaren Ableitung von lateinisch manustupratio (von manus „Hand“ und stuprumUnzucht“). In dieser Form wird der Begriff häufig als „Befleckung, Unzucht mit der Hand“ übersetzt.

Andere Bezeichnungen vor allem für die Masturbation als Selbst-Befriedigung sind:

  • Autoerotik bzw. bei Sigmund Freud Autoerotismus.
  • Onanie (von der biblischen Gestalt Onan) – dieser führte jedoch einen Coitus interruptus aus und ließ laut Bibel seinen Samen auf die Erde fallen – (1 Mos 38,1−11 EU); abgeleitet von diesem Begriff wurden Menschen, die masturbierten, auch Onanisten genannt.
  • Ipsation (lateinisch von ipse „selbst“).
  • Es gibt zahlreiche vulgärsprachliche Verben wie z. B. „sich einen runterholen“ (für Männer) bzw. „Finger versenken“ (Frauen). Jugendliche haben u. a. durch die „Liberalisierung der Jugendsexualität“ ein breites sexualsprachliches Vokabular und gegenüber der Vulgärsprache weit weniger Vorbehalte als Erwachsene.[1]

Gesundheitliche Aspekte

Masturbation ist nicht mit gesundheitlichen Schäden verbunden.

Masturbation wird dann als störend oder sogar krankhaft gewertet, wenn sie öffentlich bzw. zwanghaft ausgeübt und zur Sucht wird. Vom psychologischen Standpunkt aus ist Suchtverhalten in jedem Lebensbereich mit Risiken und möglichen Gefährdungen der eigenen Person oder anderer verbunden, daher auch im Hinblick auf die Selbstbefriedigung. Für Menschen, die ihre Masturbationsgewohnheiten als Sucht einschätzen und von ihnen loszukommen versuchen, gibt es inzwischen Selbsthilfegruppen ähnlich den Anonymen Alkoholikern.

Bei Männern

Einige Studien zeigen, dass regelmäßige Ejakulationen gewissen Prostatabeschwerden vorbeugen können.[2][3] Dieser Zusammenhang wird in anderen Studien jedoch nicht bestätigt.[4] Manche Männer leiden nach dem Samenerguss unter Symptomen des Postorgasmic Illness Syndroms.[5] Zu den häufigsten Krankheitserscheinungen gehören grippeähnliche Symptome wie erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und Schüttelfrost sowie unspezifische Symptome wie Konzentrationsschwäche, extreme Müdigkeit, Erschöpfung und Gereiztheit.

Techniken und Statistiken

Datei:Male masturbation followed by ejaculation.ogv 
Masturbierender Mann, deutlich erkennbar sind die Muskelkontraktionen während des männlichen Orgasmus sowie der begleitende Samenerguss.
Masturbation bei der Frau mittels eines Vibrators

Der Anteil masturbierender Männer beträgt ca. 94 %, jener von Frauen ca. 60 bis 80 %. Männer befriedigen sich laut Umfragen häufiger selbst.[6] Viele davon entdecken die Masturbation und ihren eigenen Körper bereits in der frühen Pubertät, einige erst später und manche schon als Kleinkind. Männer masturbieren mit etwa zwölf Jahren zum ersten Mal, Frauen oft erst regelmäßig, wenn sie fast das dritte Lebensjahrzehnt erreicht haben.[6]

Masturbiert wird auf ganz unterschiedliche Weise. Mit den Händen und Fingern oder mit Hilfsmitteln werden die eigenen erogenen Zonen des Körpers stimuliert. Dabei können Gleitmittel die Reizung verbessern. Als Gleitmittel ist hier auch einfaches Pflanzenöl beliebt, da kein Schutz durch ein Kondom benötigt wird, welches durch Öl beschädigt werden könnte.[7]

Es gibt auch technische Hilfsmittel wie Vibratoren und Dildos. Im Spezialhandel erhältlich sind auch Puppen mit weiblichen oder männlichen Sexualmerkmalen. Das Masturbieren erfolgt oft unter starker Beteiligung der Phantasie. Durch optische Reize, durch Musik, durch das Betrachten erotischer Fotos oder Filme (beispielsweise Pornofilme), durch ein warmes Bad und durch akustische Reize können die bei der Selbstbefriedigung empfundenen Lustgefühle gesteigert werden.

Gelenkigen Menschen ist auch die orale Selbstbefriedigung möglich; man spricht dann bei Männern von Autofellatio. Der Kinsey-Report nennt einen Anteil von 0,2 bis 0,3 % der männlichen Bevölkerung, der dazu in der Lage ist. Hingegen ist die Zahl der Männer, die dies wenigstens ausprobiert haben, wesentlich höher; auch ist dies ein nicht seltener Bestandteil masturbatorischer Traum-Phantasien. Kinsey vermutete hier einen animalischen Hintergrund, denn bei Primaten ist Autofellatio eine normale Form der sexuellen Betätigung.

Bei Frauen wird diese Fähigkeit entsprechend als Autocunnilingus bezeichnet. Eine geeignete Stellung bei Frauen ist jedoch mit extrem wenigen Ausnahmen unmöglich.

Das Kondom

Geschichte

Kondom aus Tierdarm mit Seidenbändern und lateinischer Gebrauchsanleitung von 1813
Kondom aus tierischer Membran (um 1900)
Kondom-Werbung, 1918

Die ersten Kondome wurden aus gewebtem Stoff gefertigt. Sie waren nicht besonders wirksam bei der Empfängnisverhütung. Die ersten wirkungsvollen Kondome wurden aus Schafsdärmen oder anderen tierischen Membranen hergestellt und sind auch heutzutage noch erhältlich. Sie gelten bei manchen vielleicht als sinnlicher, fühlen sich dank weniger Elastizität und Slip-Stick anders an, sind nicht so wirkungsvoll wie künstlich hergestellte Kondome bei der Verhütung von Schwangerschaften sowie sexuell übertragbarer Krankheiten (beispielsweise HIV, Hepatitis B). Bereits Casanova benutzte solche Kondome, die im 18. Jahrhundert English Overcoats genannt wurden, um sich vor der gefürchteten Syphilis zu schützen. Über die Namensherkunft gibt es viele Theorien. Die verbreitetste ist, dass sie ihren Namen von Oberst Dr. Condom erhalten haben, der Hofarzt von Charles II. war und Hammeldärme zur Empfängnis- und Infektionsverhütung empfohlen haben soll. Eine andere Variante bezieht sich auf die Kombination der Wortbestandteile „con“ (ital., bzw. vom lat. „cum“ abgeleitet, für „mit“) und „doma“ (vom lat. „domus“ für „Haus“ oder „Kuppel“).

1839 machte Charles Goodyear eine bahnbrechende Erfindung: die Vulkanisierung von Kautschuk. Damit war es möglich, Gummi herzustellen, das wasserfest, wärme- und kältefest sowie bruchstabil war. 1855 stellte dieser das erste Gummi-Kondom her, das 1870 mit zwei Millimeter Dicke und vernäht serienmäßig produziert wurde. 1912 entwickelte der Gummifabrikant Julius Fromm eine Methode nahtlose Kondome herzustellen, indem ein Glaskolben in eine Gummilösung eingetaucht wurde. Ab 1930 wurde Latex als Material benutzt. Durch diese Entwicklung wurden verhütende Latex-Kondome allgemein verfügbar. Der Verkauf von Kondomen war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts aber vielerorts verboten, beziehungsweise nur zum medizinischen Gebrauch erlaubt. In Irland galt eine solche Regelung noch bis Anfang der 1990er Jahre.

Im Ersten Weltkrieg gehörten Kondome zur Standardausrüstung der Soldaten. Die deutsche, französische und britische Armee verteilten Kondome unter den Soldaten, die US-Armee jedoch nicht, so dass US-Soldaten häufiger unter Geschlechtskrankheiten litten als Angehörige anderer Armeen.

Die frühen Latex-Kondome waren alle prinzipiell recht ähnlich. Der wesentliche Unterschied war bei einigen Kondomen das Fehlen des heute üblichen Reservoirs zur Aufnahme der Samenflüssigkeit (Ejakulat). Eine frühe Entwicklung – die short cap – die nur über die Eichel des Penis gestreift wurde, scheiterte bei der Reduzierung von Schwangerschaften und Krankheiten.

In den nachfolgenden Jahrzehnten entwickelten Hersteller Kondome in vielen Variationen, die sich in Materialien, Größen (Länge und Breite), Stärken, Farben, Formen und Struktur, unterscheiden.

Zungenkuss

Zungenkuss

Kuss

Ein Zungenkuss (auch französischer Kuss,[4] florentinischer Kuss[5] oder Seelenkuss) ist ein Kuss, bei dem die Zunge des Partners mit der eigenen Zunge berührt wird.[6][7] Neben dem Berühren der Zungen kann auch das Saugen an Ober- oder Unterlippe des Partners dazugehören.[8]

Neben dem Menschen sind Bonobos und Orang-Utans die einzigen Primaten, bei denen Zungenküsse beobachtet wurden.[9]

Keuschheit-Kein Sex vor der Ehe

Keuschheit

Hans Memling: Allegorie der Keuschheit, 15. Jh.

Keuschheit (keusch aus lateinisch conscius, ‚bewusst‘), lateinisch castitas ist ein ethisches Konzept der Mäßigung im Umgang mit Sexualität, zumeist aus religiösen Gründen.

Oft wird unter Keuschheit lediglich sexuelle Abstinenz oder Enthaltsamkeit verstanden; das Ideal der gewollten und bewussten Keuschheit ist allerdings weitreichender: Keuschheit bezeichnet das Verhalten einer Person, sich auf Grund eines erworbenen Schamgefühls oder kraft eines bewussten Grundsatzes schamhaft zu verhalten und das Unschamhafte und Verstöße gegen die Sittlichkeit zu meiden. In vielen Kulturen spielt die Aufforderung zur Keuschheit als religiöses Gebot eine Rolle (siehe auch Tabu). Dieses Verständnis von Keuschheit als allgemeine Mäßigung, die nicht auf sexuelles Verhalten alleine beschränkt ist, lässt sich auch an der Entwicklung des Wortes „keusch“ im Deutschen beobachten. Noch im Mittelhochdeutschen bedeutete „kiusche“ sittsam oder bewusst. Erst zum Neuhochdeutschen hin verengte sich die Bedeutung hin zur sexuellen Enthaltsamkeit.[1]

In der christlichen Ikonografie werden den sieben Todsünden oftmals die sieben himmlischen Tugenden gegenübergestellt; dabei ist die Keuschheit als Tugend Gegenpart der Wollust (lateinisch luxuria). Diese Zuordnung findet sich bereits in der Psychomachia. Auch in der mittelalterlichen Theologie und dementsprechend in der europäischen Kunstgeschichte bildet die Unkeuschheit oder Lüsternheit das Gegenstück zur Keuschheit und stellt eines der zentralen sieben Laster dar, aus denen Sünden entstehen und die daher auch „Wurzelsünden“ genannt werden.

In der christlichen Ikonografie ist die Lilie ein Symbol der jungfräulichen Reinheit.

Geheimarchiv SM

Die Abkürzung SM, kurz für "Sadomasochismus", versteckt auch hinter dem Akronym "BDSM" für "Bondage & Disziplin", "Dominanz & Submission" beschreibt die beiden Begriffe 'Sadismus' und 'Masochismus'. Der Begriff wurde erstmals 1886 vom Psychiater und Gerichtsmediziner Richard von Krafft-Ebing in seinem Werk Psychopathia sexualis über sexuelle Abweichungen und Perversionen beschrieben.

 

Unter der Schlüsselnummer F65.5 wird in der „Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ (ICD) unter "Sadomasochismus" ein Krankheitsbild bezeichnet. Ohne Berücksichtigung der beiden Ausprägungen wird hier die einheitliche "Störung der Sexual-Präferenz" gekennzeichnet.

 

In der Umgangssprache werden mit SM oder BDSM allgemein sexuelle Praktiken zwischen Sadisten und Masochisten bezeichnet, die sich in unterschiedlichsten fetischistischen Praktiken mannifestieren. Aus der stetig wachsende Subkultur der BDSM-Szene wird immer häufiger auch Kritik gegen den  ICD-10-GM F65.5 laut.

 

Norwegen, Dänemark und Schweden können als Vorreiter der Revise-65-Bewegung gegen die Diskriminierung von Fetischismus, Transvestitismus und Sadomasochismus durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO)  angesehen werden.

 

In Deutschland wird Sadomasochismus nach wie vor als "Persönlichkeits- und Verhaltensstörung" deklariert. Sicher kann nicht jeder als krank bezeichnet werden, nur weil er oder sie bestimmte fetischistische Fantasien hat und / oder diese auslebt.

 

Ob etwas nun "normal" oder "krank" ist liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Gleiches gilt natürlich für den Umfang der Praktiken, die der Sadist dem Masochist zufügt. Auch hier gibt es eine so große Anzahl von Praktitzierenden, so dass es nicht leicht fällt, Menschen in eine Schublade zu stecken. Krank oder nicht krank? - das ist die große, niemals umfassend zu beantwortende Frage.

 

 

Karfreitag

Der Karfreitag (althochdeutsch kara ‚Klage‘, ‚Kummer‘, ‚Trauer‘) ist der Freitag vor Ostern. Er folgt auf den Gründonnerstag und geht dem Karsamstag voraus. Christen gedenken an diesem Tag des Kreuzestodes Jesu Christi.

Der Karfreitag wird auch „Stiller“ oder „Hoher Freitag“ genannt. In der katholischen Kirche ist er ein strenger Fast- und Abstinenztag. Unter Einbeziehung des Gründonnerstagabends ist der Karfreitag der erste Tag der österlichen Dreitagefeier (Triduum Sacrum oder Triduum paschale), die in ihrer Gesamtheit in allen christlichen Konfessionen das höchste Fest des Kirchenjahres darstellt und wie ein einziger Gottesdienst gefeiert wird.

Frühlingsgefühle

Mit der steigenden Lichtintensität werden insbesondere bei Naturvölkern vermehrt Serotonin und Dopamin ausgeschüttet. Diese sorgen für ein allgemein besseres Befinden und bewirken eine leichte Euphorie. Auch der Wunsch nach einem Partner ist bei den meisten Menschen im Frühling stärker, verursacht unter anderem durch vermehrte Hormonausschüttung. Dies ist wissenschaftlich allerdings nicht bewiesen. Vermutlich spielen auch optische Reize durch leichtere Kleidung eine Rolle.[1]

Im Gegensatz zu diesen sogenannten Frühlingsgefühlen stellt sich bei manchen Menschen die Frühjahrsmüdigkeit ein. Diese wird vor allem dem immer noch stark im Blut vorhandenen Schlafhormon Melatonin zugeschrieben, jedoch ist die genaue Ursache noch ungeklärt.[2]

Wissenswertes

  • In vielen Kulturen gibt es Frühlingsfeste und Frühlingsriten. So leiten sich zum Beispiel diverse kirchliche bewegliche Feiertage vom Datum des Frühlingsbeginns ab. Das persische bzw. kurdische Neujahr wird zum Beispiel am Nouruz gefeiert.
  • Viele Frühlingsblumen - vor allem Zwiebelpflanzen - ziehen sich nach der Blüte wieder unter die Erde zurück und überlassen ihren Platz späteren Blühern. Aus dem Garten bekannt sind Beispiele wie die Veilchen und die Primeln.

Redewendungen

Löwenzahnwiese im Frühling
  • Mit der Bemerkung „hasch mich, ich bin der Frühling“ wird das jugendliche Gebaren und Äußere einer älteren Person ironisiert.
  • „ihren zweiten Frühling“ erlebt eine Person, die sich – meist in höherem Alter – noch einmal verliebt.
  • Frühlingsgefühle haben beschreibt ein gehobenes Gefühl im Frühling. Umgangssprachlich und auch scherzhaft meint man damit, dass man sich besonders leicht zu anderen Menschen hingezogen fühlt.[3]

Glück

Dieser Artikel behandelt das Phänomen des Glücks. Für weitere Bedeutungen siehe Glück (Begriffsklärung).
Allegorie des Glücks (Gemälde von Agnolo Bronzino, 1546)

Als Erfüllung menschlichen Wünschens und Strebens ist Glück ein sehr vielschichtiger Begriff, der Empfindungen vom momentanen Glücksgefühl bis zu anhaltender Glückseligkeit einschließt, der uns aber auch als ein äußeres Geschehen begegnen kann, z. B. als glücklicher Zufall oder als eine zu Lebensglück verhelfende Schicksalswende.

Das Streben nach Glück hat als originäres individuelles Freiheitsrecht Eingang gefunden in das Gründungsdokument der ersten neuzeitlichen Demokratie, in die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten. Dort wird es als Pursuit of Happiness bezeichnet. Die Förderung individuellen menschlichen Glücksstrebens ist heute Gegenstand spezifischer Forschung und Beratung unter neurobiologischen, medizinischen, soziologischen, philosophischen und psychotherapeutischen Gesichtspunkten.

Das Wort „Glück“ kommt von mittelniederdeutsch gelucke (ab 12. Jahrhundert) bzw. mittelhochdeutsch gelücke. Es bedeutete „Art, wie etwas endet/gut ausgeht“. Glück war demnach der günstige Ausgang eines Ereignisses. Voraussetzung für den „Beglückten“ waren weder ein bestimmtes Talent noch auch nur eigenes Zutun. Dagegen behauptet der Volksmund eine mindestens anteilige Verantwortung des Einzelnen für die Erlangung von Lebensglück in dem Ausspruch: „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Die Fähigkeit zum Glücklichsein hängt in diesem Sinne außer von äußeren Umständen auch von individuellen Einstellungen und von der Selbstbejahung in einer gegebenen Situation ab.

Eine Blume bezeichnet in der Alltagssprache entweder eine dekorative Blüte, einen Blütenstand inkl. eines Teils der Sprossachse meistens krautiger Pflanzen oder eine dekorativ blühende Topf- oder Gartenpflanze[1]. Sie dient oft als Schmuck, z. B. als Schnittblume in einem Blumenstrauß, als Blumenkranz oder Blumengebinde. In der Bildenden Kunst sind Blumen als florales Motiv ein häufig dargestelltes Thema.

In der Botanik ist der Begriff Blume dagegen klar definiert und wird insbesondere vom Begriff Blüte getrennt. Während die Blume über ihre Funktion bei der Bestäubung definiert ist, ist eine Blüte ein durch die Morphologie eindeutig definierter Begriff.

Definition und Abgrenzung zur Blüte

Eine Blume ist die bestäubungsbiologische Einheit der Blütenpflanzen. Deren Aufgabe ist es, Bestäuber anzulocken und/oder sie bildet eine technisch-funktionelle Einheit. Blume ist also ein ökologisch-funktional definierter Begriff. So werden von Tieren bestäubte Blumen nach ihren Bestäubern eingeteilt, etwa die Vogelblumen oder die Käferblumen.

Eine Blüte wird als Spross begrenzten Wachstums im Dienste der sexuellen Vermehrung definiert. Ihr Aufbau ist klar gegliedert in Blütenhülle, Staubblätter und Fruchtblätter. Tulpen- oder Rosenblüten sind hierfür gute Beispiele. Dabei müssen sie keineswegs auffällig gebaut oder gefärbt sein, auch Gräser besitzen Blüten.

Zusammenhang zwischen Blüte und Blume

Eine Blüte kann mehrere Blumen beinhalten, so bei den Irisarten. Hier ist jede der drei Seiten eine Anlockungseinheit (Meranthium) für die Bestäuber.

Eine Blüte kann genau eine Blume sein, so bei Orchideen, Primeln oder Mohn.

Eine Blume kann aus mehreren Blüten zusammengesetzt sein (Pseudanthium), zum Beispiel die Körbchen bei Korbblütlern wie der Sonnenblume. Hier fungieren alle Blüten zusammen als Anlockungseinheit und dienen als Landeplatz für die Bestäuber.

Neben den Blüten können auch Hochblätter zum Aufbau der Blume herangezogen werden, so bei den Cyathien der Wolfsmilchgewächse oder den Kesselfallen der Aronstabgewächse. Bei letzteren werden die Bestäuber innerhalb des Hochblatts gefangen gehalten, um die Bestäubung sicherzustellen.

Ehe

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Politiker und Sex

Am Rande der Politik

Von Dr. Matthias Zimmer

Haben Politiker Sex? Kissinger sagte mal, Macht sei das beste Aphrodisiakum.

Habe ich mit dieser Überschrift Ihre Aufmerksamkeit? Interessiert Sie das wirklich? Verständlich. Wenn es ein wenig anrüchig wird, ist es gleich viel spannender. Über die Politik von John F. Kennedy wissen die Menschen recht wenig, aber dass er ein Verhältnis mit Marilyn Monroe hatte, ist allgemein bekannt. Was Francois Mitterand politisch bewegt hat, ist in Vergessenheit geraten, aber seine Affären (und seine uneheliche Tochter) sind der scheinbare Aufweis einer besonderen französischen Lebensart auch in der Politik. Über Silvio Berlusconi bedecken wir den Mantel des Schweigens, zumal er seine erotischen Großtaten lautstärker thematisiert als seine politischen, die ohnehin kaum der Rede wert scheinen.

Henry Kissinger soll einmal gesagt haben, Macht sei das beste Aphrodisiakum. Da steigt der Testosteronspiegel, auch wenn er bei manchen altersbedingt eher sinken sollte. Besonders zu besichtigen ist diese entfesselte Virilität bei Vladimir Putin, wo sie sich bis zum Machismo steigert; auch Gerhard Schröder war eine solche Inszenierung nicht fremd, freilich in weitaus subtileren Kontexten. Macht und Sexualität gehören in gewisser Weise zusammen, gleichwohl nicht zwingend. Neben den Genussmenschen von Willy Brandt bis Franz Josef Strauß gab es immer auch die Asketen, etwa Konrad Adenauer oder Helmut Schmidt.

Freilich, letztere Spezies, wiewohl aus meiner Beobachtung eher überwiegend, ist für das Boulevard herzlich uninteressant, da es sein Geld mit Geschichten über Sex und Verbrechen verdient. So werden denn auch diesbezügliche Hinweise immer wieder gerne aufgenommen, obwohl auch wahr ist, dass die Journalisten erheblich mehr wissen als sie ins Blatt bringen. Ein guter Freund, lange Jahre Korrespondent in Bonn, sagte einmal: „Natürlich kennen wir all die Freundinnen und Eskapaden der Politiker, aber es gibt eine ungeschriebene Regel, darüber nichts zu schreiben.“

Von solch vornehmer Zurückhaltung ist man in den puritanisch gestimmten USA ebenso weit entfernt wie in Großbritannien, und auch in Berlin gibt es Anzeichen dafür, dass die Hemmschwellen langsam sinken. Sicherlich waren Rainer Brüderles anzügliche Bemerkungen gegenüber einer Stern-Journalistin nicht der allerfeinste Stil, die postwendende Publikation aber war eine journalistische Charakterlosigkeit, ebenso wie die widerlichen Spekulationen über eine angebliche Vergangenheit von Bettina Wulff, der Frau des damaligen Bundespräsidenten. Da siegte der Jagdtrieb über alle journalistischen Standards. Doch wir würden lügen, wenn wir behaupten würden, dass wir nicht zumindest mit gewissem Interesse auf Frankreichs Präsident François Hollande und seine angebliche Liaison mit der Schauspielerin Julie Gayet blicken würden ...

Im Zeitalter merkwürdiger Selbstentblößungen muss man freilich nicht auf den investigativen Journalismus warten, um irgendeine anrüchige Geschichte vor die Flinte zu bekommen. Es gibt genügend Dummköpfe, die ihre heißen Liebesbeteuerungen per SMS aktenkundig machen oder, schlimmer noch, Fotos in anzüglicher Pose an ihre heimliche Geliebte verschicken. Gerät die Beziehung einmal in schwieriges Fahrwasser, wird es schnell unheimlich und die Beweise landen bei irgendeinem dankbaren Chefredakteur auf dem Schreibtisch.

Haben Politiker also Sex? Wie jeder andere vermutlich auch, mal heimlich und verstohlen, mal offenherzig und trotzig, mal mehr oder weniger freiwillig öffentlich inszeniert, häufig aber zum Glück unbeachtet und dort angesiedelt, wo er hingehört: In den Bereich des Privaten, der die Öffentlichkeit nichts angeht. Vor den kleinen und großen Dummheiten des Lebens sind Politiker ebenso wenig  gefeit wie andere, auch nicht vor dem plötzlichen Ausbruch großer Gefühle. Sie stehen aber unter enger Beobachtung, und das verpflichtet in besonderer Weise. Und, einmal ganz ehrlich: Ich will das eigentlich gar nicht wissen. Sie etwa?

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Multipler Orgasmus

Das Lachen

Sozialbedeutung

Miteinander lachen

Im menschlichen Miteinander wird das Lachen als Ausdruck für Sympathie und gegenseitiges Einverständnis verstanden und entfaltet dadurch eine besänftigende, konfliktbegrenzende Wirkung, die dem Zusammenleben in Gruppen förderlich ist. Unbewiesen, aber nicht unwahrscheinlich ist die Einschätzung mancher Forscher, das Lachen sei eine der grundlegenden Kommunikationsformen des Menschen, das menschheitsgeschichtlich der Entwicklung von Sprache deutlich vorausgehe. Als Beleg hierfür dient der Umstand, dass das Lachen in einer Gehirnregion ausgelöst und gesteuert wird, die deutlich älter ist als das Sprachzentrum. Ursprünglich war das Lachen eine Drohgebärde; entstanden ist es aus dem Zähnefletschen. Es zeigte und zeigt immer noch, dass jemand ein gesundes Gebiss hat, demonstriert also Kraft. Innerhalb einer Gruppe aber hatte und hat es etwas Verbindendes: Sich untereinander die Zähne zu zeigen heißt, Teil einer starken Gemeinschaft und ein gleichberechtigter Partner innerhalb der Gruppe zu sein.[1] Meist ist Lachen fröhlich. Lachen kann auch bei eigentlich bösartigen Situationen auftreten (sarkastisches Lachen). Eine Art fröhlichen oder sarkastischen lauten Lachens, meist in Gesellschaft, ist das Gelächter.

Lachen als Reflex

Lach-Reflex

Das Lachen ist gewöhnlich ein unwillkürlicher Akt, bei dem ein durch die Empfindungsnerven dem Gehirn überlieferter Reiz dadurch ausgeglichen wird, dass er auf die Nervenursprünge der beim Lachen in Kontraktion versetzten Muskeln übertragen wird. Demnach ist das Lachen eine sogenannte Reflexbewegung und hat damit – wie auch andere Reflexbewegungen – die Eigentümlichkeit, dass sie am vollkommensten stattfindet, wenn unsere Aufmerksamkeit von unserem Körper abgewendet ist. Das Lachen kann aber durch Selbstbeherrschung bis zu einem gewissen Grad zurückgehalten werden.

Das Lachen wird aber auch durch gewisse Gefühlseindrücke (wie beispielsweise beim Kitzeln) hervorgerufen und dient gewissermaßen als Mittel zum Ausgleich des durch jene Eindrücke verursachten Reizes. Die Reflexbewegung des Lachens kann leicht zu einer Art von Krampf ausarten, dem Lachkrampf.

Lachen als „Waffe“

Komplementär zur Stärkung des Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühls innerhalb der eigenen Gruppe kann das Lachen auch gegenteilige Wirkung bei denen entfalten, die nicht zur Gruppe gehören. Diese können leicht zu denjenigen werden, über die und auf deren Kosten gelacht wird (zum Beispiel als Opfer von hämischem, geringschätzigem „Auslachen“). Das Lachen kann aus der Sicht des Verlachten in völliger Umkehr seiner heiteren Natur zu einer demütigenden, ehrverletzenden Waffe werden. Allerdings kann auch in derartigen Situationen das Lachen eine insgesamt positive Wirkung entfalten, sofern es gelingt, durch Lachen eine konfliktträchtige Situation zu entschärfen, ohne den Verlachten allzu sehr in seiner Ehre zu kränken.

Diese Wirkung geht auf einen wichtigen anarchischen Grundzug des Lachens zurück, der in der Infragestellung von Autoritäten aller Art beruht: Im Lachen wird jeder Anspruch auf Respekt und Ehrbezeugung grundsätzlich verneint. Personen und Institutionen, deren Status auf ebensolchen Ehrbezeigungen beruht, sind durch das Lachen daher prinzipiell bedroht und müssen im Interesse des eigenen Machterhalts danach streben, den Drang zur Heiterkeit in andere Kanäle und von sich weg zu leiten. Ein Beispiel für derartige Affektkanalisierungen ist die ritualisierte Verkehrung der Herrschaftsverhältnisse, die den historischen Kern vor allem der südeuropäischen (insbesondere italienischen) Karnevalsfeiern ausmacht und bewusst als Ritual geduldet wurde, um anschließend wieder in den normalen Alltag zurückkehren zu können. Das Motiv der Bekämpfung des Lachens durch Institutionen, die sich dadurch bedroht fühlen, erscheint auch in der Verfilmung von Umberto Ecos Roman Der Name der Rose, wo der Klosterbibliothekar lieber die Zerstörung der in seiner Bibliothek aufbewahrten Schätze in Kauf nimmt, als dass er die darin enthaltene einzig erhaltene Kopie der Komödientheorie des Aristoteles der kirchlichen Kontrolle entzogen wissen will.

Medizinische Aspekte des Lachens

Als zwanghaftes Lachen oder als Lachkrampf kann das Lachen außerdem im Zusammenhang mit psychischen Störungen oder nervösen Erkrankungen stehen. In der Medizin wird Lachen oder Heiterkeit als Therapieunterstützung eingesetzt, was im Volksmund in der Redewendung „Lachen ist gesund“ zum Ausdruck kommt. Aus sozialpsychologischer Sicht ist exzessives Lachen geradezu ein Sieg des Körpers über die Macht des sonst dominierenden Verstandes. Als Indiz hierfür dient die Beobachtung, dass in einer heiteren Gruppe das Lachen eine Eigendynamik gewinnt, die resistent ist gegenüber vernünftigen Überlegungen.

Den Heilungsprozess mancher Krankheiten kann man durch Lachen fördern. Hierbei macht man sich das mit dem Lachen verbundene gesteigerte Wohlbefinden zunutze, das zum Abbau von Stress und somit zu einer Verbesserung des Allgemeinzustands eines Patienten beiträgt. Speziell auf Kinderstationen werden gute Erfahrungen mit regelmäßigen Auftritten von Klinikclowns gemacht.

Es gibt spezielle Therapien, die Krankheiten mit Lachen zu bekämpfen versuchen. Durch die Ausschüttung von Hormonen wird das Immunsystem gestärkt und dadurch auch Krankheiten vorgebeugt. Man nimmt zum Beispiel an, dass der Körper beim Lachen Endorphine aktiviert und dadurch euphorisierende Wirkungen auslöst, die denen vergleichbar sind, die ein Langstreckenläufer erlebt. Beim Lachen werden Herz-Kreislaufsystem, Zwerchfell, Stimmbänder, Gesichts- und Bauchmuskeln stark angeregt, was unter anderem zu erhöhtem Blutdruck, Anstieg des Sauerstoffgehalts im Blut und zu einer Art innerer Massage des Unterbauchbereichs führt. Die damit verbundene körperliche Anstrengung kann bei Personen, die sonst wenig lachen, ohne weiteres zu Schmerzen in den beanspruchten Muskelbereichen führen. Diese Symptome weichen jedoch bei länger anhaltendem Lachen (etwa fünf bis acht Minuten) einem Gefühl der Entspannung und Entkrampfung, auf dem unter anderem der therapeutische Effekt des Lachens beruht.

Psychologen erhellten, was in Köpfen derer vorgeht, die angeblich nur befreundet sind

Eau Claire / Wien - Kann es dauerhafte Freundschaft zwischen Männern und Frauen geben, ohne dass dabei Erotik mit im Spiel ist? Die Frage ist so alt wie ungeklärt. Nicht erst seit der Liebeskomödie Harry und Sally wird diskutiert, ob Freundschaften zwischen den Geschlechtern ganz ohne Sexualität auskommen können. Und wenn solche Freundschaften existieren: Bedeuten sie eher Lust oder Frust?

Diesen Fragen ging ein Psychologenteam um April Bleske-Rechek von der Universität von Wisconsin-Eau Claire nun wissenschaftlich nach. Sie untersuchten dazu die Freundschaften von mehr als 400 Erwachsenen, die zwischen 18 und 52 Jahre alt waren. In einer ersten Befragung sollten 88 befreundete Paare getrennt voneinander und anonym die Anziehungskraft in ihrer Freundschaft beurteilen. Außerdem sollten die Testpersonen angeben, ob sie sich ein romantisches Rendezvous mit der anderen Person vorstellen könnten.

Das Ergebnis, über das Bleske-Rechek und ihre Kollegen im Journal of Social and Personal Relationship berichten: "In den meisten Fällen existierte wenigstens ein Minimum an Anziehung zwischen den Männern und Frauen, selbst wenn beide beteuert hatten, dass ihre Freundschaft rein platonisch sei", so die Studienleiterin im Gespräch mit dem STANDARD. Vor allem die Männer fühlten sich von ihren Freundinnen angezogen und zeigten sich bei dem Gedanken an ein mögliches Tête-à-Tête sehr angetan. Die Freundinnen waren weniger begeistert.

"Männer sind darauf programmiert, sich keine sexuelle Gelegenheit entgehen zu lassen", sagt Bleske-Rechek. Frauen hingegen seien wählerischer. Dahinter stecke eine einfache evolutionsbiologische Annahme: Ein Mann, der mit 20 Frauen schläft, produziert sehr wahrscheinlich mehr Nachkommen als ein Mann, der nur mit einer Frau schläft. Eine Frau hingegen, die mit 20 Männern schläft, wird nicht unbedingt mehr Babys gebären als eine Frau mit nur einem Sexpartner.

Die Teilnehmer der zweiten Befragung waren ebenfalls mit einer Person des anderen Geschlechts befreundet, befanden sich aber zudem in einer festen Partnerschaft. Die Probanden sollten die Vor- und die Nachteile einer zwischengeschlechtlichen Freundschaft aufzählen sowie die eigene Liebesbeziehung analysieren. Alle Befragten zählten mehr Vor- als Nachteile auf. Männer wie Frauen schätzten besonders den "Einblick in die Gedankenwelt des anderen Geschlechts".

Allerdings empfanden viele Teilnehmer die Anziehungskraft zwischen den Geschlechtern als eher hinderlich für eine Freundschaft. Die Psychologen erkannten zudem folgenden Zusammenhang: Je mehr sich die Probanden von ihrem Freund oder ihrer Freundin angezogen fühlten, desto unzufriedener waren sie in ihrer eigenen Partnerschaft.

Unklar ist, was Ursache und was Wirkung ist. "Entweder übt die Anziehungskraft eines Dritten einen schlechten Einfluss auf die bestehende Partnerschaft aus", sagt Bleske-Rechek, "oder aber Menschen in einer unglücklichen Partnerschaft schauen sich nach einem anderen potenziellen Partner um." (Juliette Irmer, DER STANDARD,

One-Night-Stand

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter One-Night-Stand (Begriffsklärung) aufgeführt.

Der Begriff One-Night-Stand (englisch für „einmaliges Gastspiel“) kommt ursprünglich aus der Theater- bzw. Schaustellerbranche und bedeutet eine einmalige Aufführung, die also nur einen Abend zu sehen ist. Heutzutage ist damit normalerweise eine sexuelle Kurzbeziehung gemeint, die ebenfalls nur eine Nacht oder kürzer andauert, oft zwischen einander nicht näher bekannten Personen und ohne Absicht, eine längere emotionale Bindung einzugehen. Im Mittelpunkt steht in der Regel die Erfüllung der eigenen, vor allem sexuellen Bedürfnisse und der des Partners, nicht jedoch der Aufbau einer Beziehung. Im Jargon von Kontaktanzeigen und Kontaktforen im Internet ist die Abkürzung ONS allgemein üblich.

Auch die Person, mit der eine solche sexuelle Begegnung stattfindet, wird manchmal mit dem Begriff One-Night-Stand bezeichnet.

Zu unterscheiden ist der One-Night-Stand vom Quickie, dessen Spezifik in der Kürze des Aktes liegt und der auch unter einander bekannten Partnern vorkommt. Bei einer Vergütung der sexuellen Handlung durch einen der Teilnehmer handelt es sich in der Regel nicht um einen One-Night-Stand, sondern um Prostitution. Ein Blind Date hat prinzipiell nichts mit einem One-Night-Stand zu tun, obwohl es zu einer vergleichbaren sexuellen Kurzbeziehung führen kann.

Siehe auch