Sebastian von Brown

Hans im Stück

Hans am Stück
Mal ist er der Dampf in allen Gassen und dann erscheint er uns als Wurst.
Mal macht er sich als Hänschen kleiner als er ist. Viele Formen macht er
sich zu eigen, um uns eines klar zu zeigen. Der eigentliche Sinn der liegt
im Glück, ob nun mit oder ohne Darm.

S. von Brown

Ich, täuschend echt

Ich – täuschend echt
Gelacht habe ich über sie. Sie glaubten ich sei wirklich da. Aber wo und
was ist „da“? Das fragen sie sich nicht niemals. Ich weiß es und von daher
ist mir eines klar: Ich bin täuschend echt.

Weißt Du es auch?

Hier sein, vielleicht einige Jahrzehnte. Spaß, Freude und Erfüllung
scheinbar ohne Ende und dann BUFF – wegzaubert wie ein kleines weißes
Häschen und mit Glück gibt’s noch ein wenig Applaus, aber sicher keine
Zugabe.

Lieber inspiriert als deprimiert, denn ohne Herz wird’s kalt und mich
friert´s.




Eine große Schublade mit der Aufschrift MENSCH

Welche Daseinsberechtigung hat eigentlich das in den hiesigen Köpfen weit verbreitete, hyper komplexe Mental-Schubladensystem?

vegetarisch, Fleisch konsumierend, Papa, Mama, Kind, Single, in Partnerschaft lebend "mit besserer Hälfte", indisch, türkisch, deutsch, russisch, amerikanisch, rechts, links, Harts IV, Millionär, Autofahrer, religiös, nicht-religiös, CDU, Grün, klein, groß, Arbeiter, Unternehmer, Facebook, kein Facebook .... und so weiter und sofort.

Ich hab keine Ahnung in vielen virtuellen Kopf-Ablagen ich bei wem stecke. Es ist offen gesagt zweitrangig für mich und ich frage mich, ob das nicht ein wenig anstregend und vor allem verwirrend ist, die Menschen bzw. sich selbst immer wieder von einer in die nächste Schublade umpacken zu müssen.

Mir reicht, vor allem bei grundlegenden Fragen, eine große Schublade mit der Aufschrift MENSCH. In diesem Fach gibt es noch eine Trennwand ausgestattet mit einer schlüsselfreien Tür, die sich von beiden Seiten öffnen lässt. In dem einen Teil befinden sich "die Menschen mit grundsätzlich guter Ausrichtung" in der anderen befinden sich "Menschen mit weniger guter Ausrichtung". Achso, was "gut" und "weniger gut" in meiner Welt bedeutet, definiere ich - da bin ich eigen.

Please don´t kratz an meiner Weltanschauung

 

Viele Menschen klammern sich an ihr mentales Weltbild, als wäre es der letzte Ast, der sie vor dem fürchterlichen Absturz ins tiefe, dunkle Nichts bewahrt. Deshalb darf gegenüber diesen Personen nichts, aber auch nichts erwähnt werden, was an deren Weltanschauung kratzt - geht es doch um Leben und Tod. Warum stattdessen nicht stabilen Halt auf dem zuverlässigen Boden der eigenen Realität suchen? Dann kann der Ast ja weiter festgehalten oder auch mal zwischendurch losgelassen werden - je nach Laune und Tagesform. Ist doch bestimmt auch anstrengend, permanent an einem Arm hängend in der Luft zu baumeln ....

-- Schwergewichts-Boxen im Schuhkarton Der Großteil unserer hiesigen Homo Sapiens hat sich aus schwer nachvollziehbaren Gründen entschieden, auf Lebenszeit in einer nur allzu kleinen, schuhkartonartigen Denk- und Gefühlsbehausung zu leben. In dieser wahrscheinlich höchst ungemütlichen Box hausen Sie zusammen mit den „Anderen“. Bedingung für sowohl die Aufnahme als auch die uneingeschränkte Aufenthaltsgenehmigung ist die unwidersprochene und angepasste Einschränkung im Denk- und Fühlverhalten. Da spielt die Positionierung innerhalb des Schuhkartons nur eine nebensächliche Rolle. Ob links, rechts, oben oder unten – von außen betrachtet bleibt es die gleiche, kleine, hässliche Box. Die auch als Boxer bezeichneten Bewohner dieses fensterlosen Latschen-Aufbewahrungs-Mittels lieben die Enge und die Dank der lichtundurchlässigen Wände natürliche Kurzsicht – all dies gibt ihnen ein Gefühl der Sicherheit. Wenn nun eine Person von außen ruft: "Hey Leute, Ihr könnt rauskommen. Die Luft ist rein und die Sonne scheint." Wenn das jemand sagt bzw. wagt, nehmen die Schuhkarton-Bewohner verständlicherweise zunächst Ihre natürliche Boxhaltung ein und fangen an wild um sich zu schlagen, sich zu verteidigen oder zumindest äußerst skeptisch zu reagieren. Stellt doch der Fremde Ihr wohl behütetes Zuhause in Frage ... Achso, wenn die Teilnehmer dieser skurrilen Wohngemeinschaft etwas über die momentanen Geschehnisse außerhalb Ihrer gewohnten Denkwohnung erfahren möchten, dann fragen sie ihr Orakel, das sie auch liebevoll Medien bezeichnen. Da sich die Boxer nun mal leider nicht oder nur in seltenen Fällen aus der vertrauten Kiste trauen, können Sie nur raus schreien – in der Hoffnung es fände da draußen, in der „Wildnis“ Gehör. Menschen, die sich außerhalb dieser selbst zementierten Mauern befinden, ist es leider nicht möglich in diese Box zu kriechen. Die ist einfach zu klein für die in Freiheit natürlicher Weise täglich wachsenden Personen.

Fehler, Unbewusstheit, Konsequenzen, Lernen.

Mir gefällt was die NLP-ler zum Thema Fehler sagen. Fehler gibt es in deren Modell garnicht, sondern nur Feedback. D.h. Ich handle auf eine bestimmte Art und Weise und erhalte dafür ein Feedback von meiner Umwelt oder von mir selbst. Dieses Feedback kann für meine Wahrnehmung sowohl positiv als auch negativ geprägt sein.
Und so lange ich daraus lerne, ist es kein Fehler. Von Fehlern wird nur im Wiederholungsfall gesprochen.
Mein größter Wunsch ist, glücklich zu sein und zwar trotz häufig widriger Umstände ... (da bin ich definitv Wiederholungstäter)
herzlich
Da Sizzla

Die Lee(h)re des Jetzt

Angst, Bedenken, Sorgen. Was wird geschehen? Wie geht es weiter? Wird etwas schlimmes passieren oder etwas schönes? Wird es nach Plan laufen?

Diese Vielzahl an Fragen, hat nach meiner Erfahrung eine ganz einfache Ursache. Fragen über Fragen und Zweifel und Angst - nicht wirklich schön in diesem Zusammenhang, wenn ich einfach nur dasein und genießen möchte.
Das ist die Ursache, nach meiner Erkenntnis, die Leere des Jetzt. Ist das Jetzt wunderschön und voller Genuss - wird kein Gedanke an das später, morgen oder übermorgen verschwendet. Es ist einfach "Jetzt". Der Moment hat auf einmal wieder erfüllende Substanz, die Freiheit bringt. Freiheit von der alltäglichen Last, die auf den eigentlich viel zu kleinen Schultern getragen wird.
Mit dieser lebensnotwendigen Erfüllung ergibt mein Erdenaufenthalt eine Menge Sinn, ohne diese Erfüllung ist es Last auf den Schultern.

Visionen real werden lassen

Einfach weitergehen und sich von der scheinbaren Ungewissheit nicht irretieren lassen. In Bewegung bleiben, darum geht es wohl häufig. Sich weiter mutig in Richtung des selbst gesteckten Zieles bewegen. Genau hinsehen und sowohl die Gefahren als auch die Chancen erkennen. Dann stetig weiter gehen, ohne zu sprinten, alles mit adäquat frequentierten Pausen.

Das scheint mir ein gesunder Schlachtplan, um die eigenen Vision real werden zu lassen.

Be instead of may - Das Leben der eigenen Träume anstreben

Die Werbung gefällt mir, dabei weiß ich garnicht so genau vor für das Plakat mit der Aufschrift "MayBe" propagiert. Das May ist durchgestrichen und das Be bleibt.

Wie oft wird gewartet und gesagt "ich will nur noch, das und das regeln und dann fange ich richtig an zu leben". Wartezeit ein Leben lang und das Leben dabei immer auf das sogenannte Morgen zu schieben.
Wahrscheinlich gehört eine große Portion Mut dazu, das Leben im Jetzt zu aktzeptieren und ohne Angst vor der Ungewissheit weiterzugehen und voll zu genießen. All dies im Vertrauen, dass es wunderbar sein wird, genauso wie es jetzt wunderbar ist.
Weitergehen und lernen und genießen und wachsen und das Leben der eigene Träume anstreben - dafür wirbt

Ich bin ein kleiner König

Ich bin ein kleiner König - gib mir nicht zu wenig...

So die manchmal fragwürdige Einstellung unseres passionierten Geschäftsführers mit leichter Tendenz zum Cholerischen. Wer nicht das macht, was er sich doch so sehr wünscht, der wird gekürzt - i.d.R. um mindestens ein Kopflänge - dies alles auf seelisch-mentalem Niveau versteht sich.
Danach setzt sich unser König, kurzzeit befriedigt, wieder an sein strategisches Firmenschachbrett und schiebt die noch ahnungslosen Figuren, dahin wohin er sie haben möchte. Ein zu verkraftendes Bauernopfer hier - ein naiver, aber talentierter Läufer dort. Hier wird nach vollen Kräften verheizt und das alles nach bestem Wissen und Gewissen.
Wer ist der Verursacher? Unser kleiner König ...
Wer ist das Opfer? Ausschließlich jene, die das Verlassen dieser 8x8 Felder großen Pseudo-Monarchie nicht als die einzig adäquate Lösung betrachten und dann auch so handeln ...
herzlich

Ich bin schon ein Crack

Bescheidenheit ist grad, das was ich erlebe. Gefühlt werde ich weich geknetet von meiner für mich schwer einschätzbaren Situation. Wie wird es beruflich oder besser gesagt finanziell für mich weitergehen?

Heute habe ich gedacht "Jap, jetzt habe ich die Kontrolle verloren". Ich weiß nicht mehr was passieren wird und kenne die Szenarien so noch nicht. Vielleicht ein gutes Zeichen, es bewegen sich viele Umstände, ganz konträr zu dem international bekannten "Murmeltier-Effekt".
Wohin führt die Reise? Ungewiss wird es wohl immer bleiben - aber es darf ruhig einwenig gewisser sein als derzeit ....
Ich fühl mich gut im Innern und dafür bin ich sehr dankbar ...
It is all good.
herzlich

Hoffnung

Mein Leben ist gefühlt wirklich extrem. Das mag von außen nicht sichtbar sein, doch in mir spielt sich ein rasantes Abenteuer ab. Jeden Tag geht es darum, ob ich es heute wieder schaffen, kann glücklich zu sein - ohne Zweifel, ohne Fragezeichen.

Mein Eindruck ist, dass der Ausgang der täglichen Interior-Schlachten, sehr stark davon beeinflusst ist "auf was ich schaue". Immer wieder auf das angebliche Problem zu fokussieren hilft mir nicht wirklich, mich besser zu fühlen. Die sonnige Perspektive im Blick habend und schon erwacht mein Herz und sagt "Jaaaaa, das ist richtig". Ich bin tief berührt von der Mitteilungsmöglichkeit meines eigenes Herzens. Als stelle jemand das Licht an und oder jemand fährt den Motor hoch.
Hofffffnung ist so wunderschön. Die Gnade des eigenen Herzens und die Macht des eigenen Willens. Davon bin ich gerade fasziniert.
herzlich

Frisch Erpresster Spinnensaft

Erpressung - auf das Thema brachte mich heute unsere gerade mal 5 Jährchen junge Tochter. Ein anderes wahrscheinlich zumeist niedliches Kind sprach davon: "Wenn du das und das nicht machst, darfst du mich nicht mehr besuchen!".

Meiner Tochter sagte ich dann natürlich, sie solle nächstes mal etwas antworten wie: "Ich will dich auch garnicht besuchen und by the way, du darfst mich auch nicht besuchen!" Den Spieß umdrehen.
Soviel spielt sich in meiner Wahrnehmung auch bei den Großen genau auf dieser Erpresser-Ebene ab. Wenn du das und das nicht tust, dann entlasse ich dich. "Na und, dann entlasse mich doch! Ich habe keine Angst." So lange man Angst vor den angedrohten Konsequenzen empfindet, hat der Erpresser alle Macht der Welt. Sobald die Erpressergrundlage, nichtig wird - in dem ich z.B. sage: Ja, kein Problem, mach doch! verschwindet auch das Spinnennetz und löst sich in nichts auf.
herzlich

Daddy Issues

So, liebe Ödipalfreaks. es stimmt irgendwo schon, dass es sein kann (theoretisch oder weniger) dass der kühl- distanzierte Vater zwischen dem Jungen und der Mutter stehend, Aggressioenen zugeteilt bekommt. Aber hat sich schon einmal jemand mit der Orestie beschäftigt? Der Junge bringt gerne die Mutter um, damit er den Vater rächen kann? Beides ist im Moment schwierig. Und ich meine das nicht aus dem Standardgrund "Ach, ich mag meine Eltern viel zu sehr dafür" oder "ach, ich kann niemandem etwas tun". Blödsinn. Zumindest unbewusst wünscht man sich oft einigen Menschen in der eigenen Umgebung das Schlimmste oder den Tod. Das hat, so pervers es klingt, nichts mit der Liebe oder Zuneigung zu der Person zu tun (wenn, dann manchmal erstaunlicherweise gegenteilig; das heißt, den Geliegten- oder sich selbst- träumt man den Tod auf grauenhafte Weise herbei.) Was ich sagen und womit schließen will: Bitte fühlt euch nicht zu krank. Erstaunlich viele Dinge sind natürlich und, falls ihr wollt, auch heilbar. Sollte man nicht meinen.

Unentschieden ist eine der sichersten Niederlage

Irgendwie weiß ich grad net so richtig weiter. In der derzeitigen Firma geht es ja so was von rund - ein Dauerfeuer der unterschiedlichsten Emotionen. Mobbing - Macht - Freundlichkeit - Interessen, da gibt es einfach keine Konstante. Heute freundlich, morgen Ablehnung. Puh, das ist nicht ohne. Wahrscheinlich ist das auch der Unterschied, so manch einer geht in diesen Sturm, geht diesen Weg und manch Einer sagt: "nee, danke".

Ich bin mir noch nicht sicher, zu welcher der beiden genannten Kategorien ich mich zählen möchte. In der aktuellen Situation fällt es mir schwer diese für mich zu werten und einen handlungsreifen Schluss daraus zu ziehen.
Entscheidungen sind sehr entscheidend und müssen in meinem Film der Klarheit Willen gefällt werden. Unentschieden ist in meinen Augen eine sichere Niederlage.

Sonderaustattung Leben - ein biologisch abbaubarer Werkzeugkasten

In dem eigenen Erlebnispark "ICH" durfte ich vor einigen Tagen etwas sehr interessantes und auch unglaublich Effektives entdecken. Dabei ist mir eines sehr, sehr klar geworden.

In meinem Hoheitsgebiets - damit meine ich die Innere Welt mit der Landesgrenze "HAUT" - gibt es die unterschiedlichsten Gebiete und ich habe die Wahl, wo ich mich mit meinem Bewusstsein aufhalte. Das können zum Beispiel die Füße sein oder der Magen oder das Gehirn oder das Herz etc.
D.h. Wo ich mich hinbegebe mit meiner Aufmerksamkeit, ist meine freie Wahl.
So und jetzt meine Erkenntnis: Selbst im Gehirn gibt es diverse lokal spezifische Phänomene - in meiner Wahrnehmung. Das bewußte Denken (diese Erkenntnis habe ich noch nicht mit den Hirnforschern abgeglichen) findet weiter vorne und mittig statt. Kurz hinter der Schädelplatte - zentral und leicht über den Augen. 99% aller Menschen hat wohl auch da seinen Hauptfokus, also nicht in den Füßen oder dem Herzen oder oder - nein, da wo das bewußte Denken stattfindet. Dieser vordere Teil scheint auch all dieses Gelaber in sich zu haben. Beurteilung, Sozialisierung, Kultur, Vorurteile, Urteile, Neid, Zweifel, Wünsche usw... Will ich nun das nicht erleben, dann kann ich einfach in meinem Hirn den Ort wechseln. Fürs Tanzen z.B. brauche ich das Kleinhirn. Das befindet sich hinten im Kopf, über der Wirbelsäule. Da sind die Infos, die ich zum tanzen brauche. Tanzen kann ich nicht mit dem vorderen Teil des Hirns, no way ...
Ich bin begeistert von der Ausstattung, die ich mit diesem Leben bekommen habe. Ein toller Werkzeugkasten, den ich immer mehr und mehr zu nutzen lerne.

herzlich

Hoffnung - Sonnenaufgang im Innern

Hoffnung, Hoffnung - ja, es macht doch Sinn. Das Leben macht doch Sinn. Das Gefühl bestätigt es ohne Zweifel und das mehr als sicher. Es ist okay - wir sind so schön, nur wenn wir uns ständig an unseren äußeren Umständen messen oder an unserer Tagesform, wirken wir manchmal abstoßend häßlich.... Da vergesse ich schon mal wie schön Hoffnung ist.

Die echte Hoffnung, kein Ergebnis erhöhter Naivität, kein Ergebnis eines Verkaufserfolges. Hoffnung, das alles okay ist und dabei wunderschön.
Hoffnung - Genuß pur.

Expansion der eigenen Wohlfühlwelt

Fantastische Erlebnisse, unbekanntes Terain, Glückseligkeit, WOW!

Das sind Worte, die mir als erstes in mein kleines Köpfchen schießen - denke ich an Erlebtes ausserhalb meiner Komfortzone. Die gilt es zu überschreiten und zu stetig zu erweitern. Heute unbekannt, ungeahnt und nicht für möglich gehalten - alles im positiven Sinne - und morgen bereits normal - so liebe ich es. Dynamik in der eigenen Lern- und Entwicklungswelt.
Das kickt mich. Das will ich.
Expansion des internen so wie externen, proprietären Wohlfühltums - das eigene Königreich.
Mein ganz persönlicher Wunsch: Großgrund besitzen im inneren Paradies, mehr und mehr, hmmmm.

Einmal Paradies auf Erden, bitte!

Alles entscheidend, ist die unfassbar mächtige Entscheidung. Größer, stärker, effektiver und wirksamer geht es wahrscheinlich kaum noch.

Alles hängt davon ab, wie ich mich entscheide. Rechts, Links, Warm, Kalt, Glücklich, Traurig, Erfüllt, Leer, Alleine, zu Zweit.
Diese gewagte These, die ich da aufstelle, ist für einige sicher nicht glaubwürdig. Der Großteil der Menschen, denen ich begegne, lebt in der festen Überzeugung, die Macht liege in den Umständen und auf keinen Fall bei Ihnen selbst. Kindheit, die Anderen, die Politiker, die Gesellschaft, die Kollegen, die Kunden - oh, my God - in meinen Augen ist es Zeit für diese opferlastige Denkart ganz rasch zu evolutionieren. Eine Bewußtseins-Stufe weiter, ein Gang höher - leider ist dies kein Automatik-Getriebe - hier wird gekuppelt und handgeschaltet - ganz bewußt - kein "mal so eben Nebenbei".
Meine Entscheidung steht, auch ohne zu Hilfenahme einer komplizierten Speisekarte: Einmal Paradies auf Erden, bitte!

Ich mag Speed

Ist nicht nur eine unter unseren Elektro-Liebhabern verbreitete Aufputsch-Droge; nein, Speed bezeichnet auch eine nicht ganz unwesentliche physikalische Größe - Geschwindigkeit. Die Zeit ist fix, da läßt sich nichts dran drehen, aber auf die Geschwindigkeit der eigenen Aktionen hab ich einen entscheidenden Einfluss.

Zeit kann ich verschwenden, und manchmal ist es so, durch zweifeln, hin- und herdenken, mich im Kreise drehen.
Je schneller ich das richtige tue bzw. herausfinde, desto weiter komme ich. Hin- und Herdenken ist so ziemlich das Schneckigste, was zu tun wäre.
Da Sizzla mag Speed.
Ps: Wie gesagt lediglich den physikalische Kennwert, nicht das Rauschmittel

Eine Entscheidung für die Entscheidung

De-Terminiert: das klingt so als wäre ich unpünktlich. Eine klare Entscheidung und die Sonne scheint wieder nach ein paar Tagen grauem Herbstwetter in meiner ganz privaten Klimazone.

Ein wunderbarer Sonnenuntergang auf der einen Seite, mit unglaublichen Farben - spektakulär und ein 97,5% Vollmond auf der anderen Seite - das Ganze dekoriert mit einzelnen Wölkchen hier und da.
Das alles erlebe ich nur, weil ich mich wieder klar entschieden habe fürs "Determiniert" sein. Eine Entscheidung für die Entscheidung. Nichts ist schmerzhafter und undankbarer als Zweifel. Zweifel, Bedenken - ist das alles so richtig? Tue ich das richtige? Lebe ich das richtige Leben?
Einfach nur entscheiden und zwar klar und mit 100% determinativem Charakter - das hilft sehr, ist grad meine Erfahrung.

Zimmer 33: Zurück aus der Zukunft

Gerade frisch im Hotel Harakiri eingetroffen ist der Regisseur Robert Lee Zemeckis ("Zurück in die Zukunft"). Wie wir ja bereits aus seinen Filme alle wissen, ist Robert ein passionierter Zeitreisender. Die Möglichkeiten des chronologischen Tourismus werden seiner Meinung nach auch heute noch unterschätzt.

 

Von seiner letzten bemerkenswerten Futur-Safari hat er einen interessanten Zeitungsbericht mitgebracht - ja, auch Papier überlebt den heute aussichtslos erscheinenden Kampf gegen die übermächtigen 0en und 1en der digitalen Nicht-Welt.

Bundesgerichtshof kippt Schulsystem - im Jahre 2025

Karlsruhe, 14.3.2025: Nachdem eine Familie aus der Kleinstadt Oberwaldach, gegen das aus deren Sicht für die Schüler sinnlose Erlernen von russischen Flußnamen geklagt hatte, entschied die höchste Juristische Instanz Deutschlands, dass dies in Zukunft nicht mehr mit roher Noten-Gewalt erzwungen werden dürfe, sondern einer freiwilligen Zustimmung der Kinder und deren Eltern bedürfe. Genauso könnte man von Menschen verlangen die Einträge des örtlichen Branchenverzeichnisses auswendig zu lernen, so die Argumentation der Richter.

 

Die Bildungsministeren, ausgezeichnet mit dem Pädagogik-Nobelpreis 2016, werde alles in ihrer Macht stehende dafür tun, das Ausbildungssystem für junge Menschen so zu gestalten, dass für diese ein erfolgreiches Leben in deren Sinne eine logische Konsequenz ist. Einführen möchte Sie unter anderem, die Fächer "Kreativitätsentwicklung", "Entdecke Deine Lebensziele und wie du sie erreichst", "Positive Gestaltung der eigenen Finanzsituation", "Eigenheim-Erwerb", "Menschliche Qualitäten als Grundlage zum Erfolg", "Fehler als Lernportal" etc.

 

Es gibt viel zu tun, so die Ministerin. Letztendlich möchten wir die jungen Menschen darin fördern ihr eigenes Glück zu finden - was ja bekanntlich äußerst konträr zu der derzeitigen fast feindlichen Einstellung von Schülern und Lehrern stehe. Als nicht vermeidbarer Nebeneffekt, werde so eine starke und motivierte Gesellschaft enstehen, deren Individuen voller Inspiration, Leidenschaft und Kreativität leben.


Zimmer 33: Hans-Peter Bischof

Herr Hans Peter Bischof ist ehemaliger Mitarbeiter der katholischen Kirche und war als Heiliger Aussendienstmitarbeiter für 13 Jahre in Guatemala - eine der südamerikanischen Kolonien des Vatikans - stationiert. Derzeit ist er leider erwerbslos, da ihn die einst geliebten Bewohner seines einst geliebten Dorfes nach der Veröffentlichung eines Berichts der guatemaltekischen Presse an den Pranger stellten und mit unreifen Ananasfrüchten bewarfen. Das tat Ihm so weh, dass er sich umgehend entschloß zurück nach Deutschland zu schwimmen und sich eine Auszeit in unserem Hotel zu gönnen - für ihn eine Zeit der Besinnung. Im folgenden die deutsche Übersetzung des erwähnten Berichtes ...


Fatale Lücke im Gesetzestext

Übersetzung aus der so gut wie unbekannten guatemaltekischen Ureinwohnersprache Guali von S. von Brown

 

Rom, 6.4.2010 - Bei einer Pressekonferenz im Vatikan, des derzeitigen Hauptquartiers der katholischen Kirche (KK), entschuldigte sich Papst Benedikt, der 16nte, gleich in 35 verschiedenen Sprachen für die umrühmlichen Verhaltensunweisen einiger seiner ausgewachsenen männlichen Hilfskräfte. Es habe sich jetzt herausgestellt, so Herr Ratzinger, dass für das vorliegende Fehl-verhalten eine bisher ignorierte Lücke im engen Gebotsnetz der heiligen Schrift verantwortlich sei. Grundlage des täglichen Handelns der Kirchen-Angestellten seien nunmal die 10 Gebote, welche für die Öffentlichkeit jederzeit einsehbar im sogenannten Alten Testament der Bibel verfasst sind. Eine große Bandbreite religiöser Straftaten sei hier niedergefasst, Intersexualität mit Menschen jünger 18 Jahren, fehle hier leider immernoch gänzlich. 

 

Um eine Erweiterung des biblischen Gesetzestextes möchte er sich jetzt persönlich kümmern, so das hehre Versprechen des charismatischen GottesverTreters. Verbieten möchte er unter anderem auch bestimmte Tonarten in kirchlichen Knabenchören, womit er ein zu molliges Miteinander von Dirigenten und Sängern unterbinden möchte. 

 

In der Islamischen Welt befürchte man nun masturbative Attentate katholischer Bischöfe an den eigenen "Messdienern". Derzeit gelte in allen islamisch geführten Staaten der absolute Ausnahmezustand und damit einhergehend striktes Einreiseverbot für potentiell verdächtige Terroristen, zu erkennen an ihrer für die KK charakteristische Arbeitstracht und an den auffallend tief heruntergezogenen Mundwinkeln. Dass es dabei auch Unschuldige treffe, müsse man leider in Kauf nehmen – so ein sichtlich geschockter muslimischer Imam.

 

Herr Ratzinger wies abschließend nochmals daraufhin, dass in der langjährigen Firmengeschichte der KK ungeschicktes Fehlverhalten der Mitarbeiter immer wieder zur unrechtmäßigen Verunglimpfung des heiligen Prestiges führte, dass es aber auch viele vor allem wirtschaftlich große Errungenschaften zu erwähnen gibt. Als eines der größten ökonomischen Kunstwerke der KK hob er den mittelalterlichen Ablaßhandel hervor – dieser beweise vorbildlich wie man mit einwenig unternehmerischem Geschick aus  „Nichts“ tatsächlich Geld machen kann. 

 

Wie er jetzt mit den Straftätern in den eigenen Reihen umginge? Das stelle insofern kein wirklich unüberwindbares Problem dar, so Herr Ratzinger, da man sich traditionell unternehmensintern auch heute noch gegen das Vorlegen eines angemessenen Geldbetrages von Falschverhalten im göttlichen Sinne freikaufen kann. Es ist also alles gut.