Der Bewegungsmelder erklärt den deutschen HipHop noch nicht für tot...er riecht nur ein bisschen seltsam

Also noch mal: wenn solch hyperkorrekte Typen wie Jan Delay sich musikalisch mit Figuren wie Haftbefehl, die auf der einen Seite eine antisemitische Line nach der anderen droppen und auf der anderen Seite wie ein Papagei die Zeile wiederholen, dass sie nix gegen Juden haben, gemein machen, dann wundert es mich nicht, dass HipHop in Deutschland trotz seiner vielversprechenden Anfänge in den 90ern mittlerweile regelrecht im Eimer ist. Schade. Da draussen gibt es bestimmt eine Menge Acts, die wirklich was zu sagen haben. Hört nur keiner.

 

Morituri te salutant

und

Hip Hop Ya don't stop!

 

fällt da zu nur noch ein

Dem Bewegungsmelder

Der Bewegungsmelder trauert um Martin

16.2.2018

Es ist so masslos traurig. Da geht er hin, die grosse tragische Gestalt Martin Schulz. Aufgebrochen aus dem fernen Brüssel in die Niederungen der deutschen Politik um Kanzler der Deutschen zu werden und das Volk in eine glorreiche Zukunft zu führen. Der grandiose Schulzzug war ins Rollen gekommen und scheinbar durch nichts aufzuhalten. Gerechtigkeit stand in grossen Lettern auf den Fahnen, die majestätisch im Winde wehten.
Aber schon damals warnte ich meine bekannten und befreundeten Funktionäre der ältesten Partei Deutschlands, dass dieser Schuss gehörig nach hinten los gehen würde. In einem Land mit einigermassen funktionierender Pressefreiheit würden die unbewußten Fehltritte und bewußten Verfehlungen des heiligen Martin nicht lange unter dem Teppich bleiben. So z.B. die Geschichte mit dem Spassbad in seiner Heimatstadt Würselen, die die Gemeinde bis heute Millionen kostet
 (https://www.focus.de/politik/deutschland/trotz-buergerbegehren-durchgedrueckt-in-wuerselen-schimpfen-sie-noch-heute-martin-schulz-spassbad-wurde-zum-millionengrab_id_6923640.html). Dafür hat er sich immerhin irgendwann notgedrungenerweise entschuldigt.
Oder die Taschen, die er sich mithilfe des Europaparlament so voll gemacht hatte, dass der schicke Anzug fast aus allen Nähten zu platzen drohte.
(https://www.focus.de/politik/deutschland/verschleiertes-zusatzeinkommen-schulz-kassierte-eu-tagegeld-im-wahlkampf-das-koennte-sich-jetzt-raechen_id_6594121.html)
Ich habe sie schon damals gewarnt, aber keiner wollte hören. Dass Schulz dann so ziemlich sämtliche Versprechen gebrochen hat, die er im Wahlkampf und besonders nach der Wahlniederlage gegeben hat, konnte ich nicht wissen, aber gewundert hat es mich auch nicht. Aus anfänglicher Arroganz wurde dann schnell ein in der SPD wohlbekanntes ‚Und was wird dann aus mir?‘ (Heide Simonis)
Aber schön, dass es immer noch Kommentatoren gibt, die Schulz nicht als das sehen, was er in Wirklichkeit ist (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/martin-schulz-die-chronik-seines-scheiterns-als-chef-der-spd-a-1192809.html).

Er ist nämlich ganz schlicht und ergreifend ein arroganter Politiker, der sich im Zweifelsfall immer für die eigene Tasche und nicht für das Wohl der Bürger interessiert. Aber damit ist er ja bekanntlich parteiübergreifend nicht alleine.
Ob es an unserem politische System liegt, dass immer wieder solche Typen in entscheidende Positionen kommen, diskutieren wir dann ein andermal 😅

Euer unpolitischer Bewegungsmelder

Der Bewegungsmelder kriegt das Grosse Kotzen

23.11.2017

Nach dem die von mir in meinem letzten Text favorisierte Lösung der Minderheitsregierung nun wohl offensichtlich nicht zustande kommt, erlaube ich mir, die aktuelle Entwicklung hin zur GroKo mittels eines billigen Wortspiel in der Überschrift als Einleitung zu kommentieren.
Es hätte nicht viel schlimmer, aber auch nicht viel besser kommen können. So weit so gut oder auch schlecht. Ich erlaube mir allerdings, auch wenn es ein einsamer Ruf in die Wüste sein wird, ein paar grundsätzliche personelle Forderungen an die Grosse Koalition zu stellen.


1. Merkel wird nicht Kanzlerin
2. Schulz wird nicht Vizekanzler und erst recht nicht Kanzler.
3. Seehofer macht sich in die Büsche
4. Ralf Stegner erhält lebenslanges Auftrittsverbot in allen Medien

So…., dann macht mal.

Segensreiche Zeit wünscht Euch allen Gross und klein
Euer Bewegungsmelder

 

 

Der Bewegungsmelder mischt sich endlich wieder ein. Jamaika, Jamaika…

17.11.2017

 

Jamaika. So gut mir der musikalische Ausstoss dieses schönen Landes auch gefällt, gefällt mir hingegen die Aussicht auf ein Regierungsbündnis dieser Coleur überhaupt gar nicht. Zu sehr müssen besonders die in einigen Punkten fundamentalen Gegenpole CSU, FDP und Grüne sich von den Grundsätzen entfernen, für die sie gewählt wurden. Zu gross ist die Gefahr einer, ich nenne es mal, Kryptoopposition. Und in der vermeintlichen Mitte steht aller Wahrscheinlichkeit nach wie schon seit Jahren eine riesengrosse politische Nebelkerze. Stärken wird das auf Dauer nur die politisch extremeren Kräfte.
Was wäre die Alternative? Eine Minderheitsregierung? Und wenn ja, welche? Schwarz-Grün oder Schwarz-Gelb?
Im ersten Fall wären die Schwarz-Grünen bei der ein oder anderen Entscheidung auf den Support der Linken angewiesen. Zumindest immer da, wo sich die konservativen und linken Kreise der SPD nicht einig sind. Im zweiten Fall wären die Schwarz-Gelben bei der ein oder anderen Entscheidung auf den Support der AfD angewiesen. Zumindest immer da, wo sich die konservativen und linken Kreise der SPD nicht einig sind.
Auch wenn es jetzt einige bei dem Gedanken schaudert, dass die AfD oder die Linke in irgendeiner Form eine Entscheidung des Deutschen Bundestages mitbestimmt, macht mir dieser Gedanke gar nicht mal so viel Angst. Zum einen wird die AfD auf diesem Wege wohl kaum eine ihrer nationalistisch geprägten Ideen durchsetzen können oder die kommunistische Plattform der Linken die Weltrevolution anzetteln. Zum anderen werden diese Parteien dann in einen echten politischen Diskurs eingebunden, in dem sie ihre politischen Auffassungen nicht nur in ihrer jeweiligen Kommunikationsechokammer zur Diskussion oder eben auch nicht Nichtdiskussion stellen müssen, sondern sich auch auf breiter Ebene stellen müssen. Bei den Linken gibt es das ja durchaus schon in einzelnen Landesparlamenten und es scheint zu funktionieren. Mal davon abgesehen, dass das natürlich immer wieder zu Riesenkrach hinter den Kulissen führt, wenn die Ideen der Pragmatiker ungebremst gegen die der Ideologen prallen. Nebenbei, ich könnte mir gut vorstellen, dass die AfD und ihr einerseits gemäßigter altkonservativer Flügel und ihr andererseits nationalistisch völkischer Flügel unter einer solchen Diskurslast glatt auseinanderbrechen. Hält das Konstrukt ja bislang nur mit größter Mühe und als Fundamentalopposition zusammen. Und dann wäre endlich klar, wer genau was will und keiner könnte sich mehr hinter einem ‚Ja, aber…‘ verstecken.