Oberkellner,Gerald Otto Jens Zack !!

Frei Sein heisst bedienen zu dürfen

Die Güte und Treue meines Arbeitgeber zu solch einer Person wie mich ist schon beeindrückend. Dies ist mir eine natürliche Verpflichtung. Klar bin ich fachlich eine einsame Spitzenkraft, aber eine begangene Straftat in einem solchen Maasse , wenn auch nicht begangen am Arbeitsplatz , lässt so manchen Chef alles vergessen, was man vorher geleistet hat. Und dann ist das hier noch ein Hotel von Weltruf !!! Also danke dem Herrn Hoteldirektor.Mein Dank geht auch an den Heiligen:Du spiritueller Spinner. Lieber Swami , wegen Dir lande ich noch im Himmel als Kellner , ich sehe es schon kommen. Und nicht mal in der Arbeit werde ich beschnitten, ich bin also wieder Ausbilder und Vorgesetzter. Und das Gehalt ist angeglichen worden nach oben in fairem Masse.

Und jetzt in meinem Bereich dem Service wird wieder nach meiner Pfeiffe getanzt wie in alten Tag. Ich werde aber auch erzieherischer wirken, den Mitarbeitern noch mehr eine berufliche Heimat vermitteln. Schliesslich kann man nur auf das Hotel stolz sein , wie es liegt und wie es geführt wird , auch in der Art wie hier für den Gast und den Mitarbeitern Verantwortung übernommen wird. Weltbewegend.

Die Küche ist noch leckerer geworden , klarer und mehr auf Bio angerichtet. Man kann sich jetzt sogar sein eigenes Schwein schlachten sozusagen und es hinterher aufessen  mit Anderen- Das finde ich schon irgendwie sexy im Sinne von kulinarischen Genuss.

So , aber jetzt unterbrechen Sie mich nicht weiter, Sie wollen ja bald speisen. Machen Sie sich fertig für das Restaurant  und kauen Sie später auch ordentlich. Vor allem achten Sie auf Ihre Tischmanieren. Sonst bringe ich Ihnen die gnadenlos bei.

Und auch im Juni 2015 serviere ich die besten Bissen, sozusagen

Die Ansprüche an uns Dienstleister in vorderster Front , also direkt am Kunden , haben sich weiterhin intensiviert, Theoretisch kann ich jedem Gast das Steak ins Gesicht schmeissen oder die Sauce direkt auf dem Hemd servieren. Aber dies habe ich noch nie getan. Ich bin geschickt, korrekt und hochfreundlich. Der Gast honoriert das meist auch gebührend. Aber wenn es in der Beziehung Abweichungen gibt , dann sind sie durchaus gravierender als früher angesiedelt. Oder, wer lässt sich denn schon gerne ins Gesicht spucken oder in den Teller urinieren . Sie doch sicher auch nicht, also. Und da wir vorgestern eh das eine Fenster, also die Scheiben austauschen wollten, war es durchaus sinnvoll eben diesen Gast durch das selbige zu schmeissen, zumal das Hotel und auch ich glänzend versichert sind. Das bisschen zerfetzte Gesicht sorgte für diesen Gast sogar zu einem wesentlich sympathischen dessen. In sofern konnten wir das in eine sogenannte Win Win Situation umwandeln. Und der Unterhaltungswert der ganzen Aktion war sehr hoch für die anderen Gäste. Doch wie gesagt, hier handelte es sich eher um eine Ausnahme Situation im Grossen und Ganzen. Auch ist der Gast auch bei uns geblieben, zumindest musste er es, denn weglaufen konnte er nicht und Tamara unsere Kammerzofe kümmert sich rührend um ihn. Und sie wird das tun , bis sie in ihr neues Einzimmer - Apartment umziehen kann. Ach , Sie wollen Ihre Speise gerade bei uns einnehmen? Seien Sie herzlich Willkommen, (Diener, Knicks)

Frau Elfenbein isst nur geräucherte Fischgräten

Heute vermelde ich hier ein paar grundsätzliche Dinge im Auftrag der Hoteldirektion Betreff der angeblichen Schliessung unserer Restaurantküche nebst dem Restaurant Gargantua: Diese Frau Elfenbein isst gar nicht bei uns. Sie hat einen Kühlschrank auf dem Zimmer und verbotenerweise einen Mikrowellenherd mit dem sie heimlich kocht,was auch immer. Uns ist das egal solange sie nicht rauchend und besoffen in ihrer Suite einschläft und das schöne Mutterhotel abfackelt.

Warum sie jetzt eine solche Ente verlauten lässt , wissen wir nicht. Sie hat eine Vorliebe für Enten , für solche , ja das wussten wir nicht. Vielleicht hat es damit zu tun , das unser geliebter Swami Ihr einen Segen verweigerte, auch verschüttete eine Kellnerin ihr in der Bar mal einen Kaffee  auf die weisse Bluse. Dies datiert aber schon aus dem letzten Jahr. Wir wissen , das sie den Frühling liebt , wir wissen , das ihr die Tulpen zu langsam wachsen . Aber ist das der Grund ? Wenn nächstens Frau Elfenbein unser Restaurant mal wieder goutiert, wird sie liebenswürdigerweise  eine Pastinakencremesuppe serviert bekommen. Einfach, damit Ruhe herrscht in unseren heiligen Hallen.Ansonsten wünsche ich Ihnen ein Frohes Wochenende. Wir sind ein unbeflecktes Haus!!!

Ich mag nicht arbeiten ,wenn Schnösel Geburtstag feiern

Heute Abend haben wir eine aufgebrezelte Junggrafen Festivität mit lauter Sachen , die stark riechen: Austern , Fisch und so. Wahrscheinlich soll hinterher dann die Orgie steigen oder aber jeder will für sich alleine sein um dann die Bibel besser verstehen zu können. Und wenn man dann nach Fisch stinkt wird man dann auch nicht behelligt und fühlt sich sogar den Fischen verbunden , die Jesus seinerzeit verteilt hat. Fisch ist auch immer ein interlektueller Frass. Ich bin der Meinung, der Fisch gehört ins Wasser und nicht in den Bauch. Da esse ich lieber Lgen . Und solche Leute bestellen die ja auch mit lassen sie aber als Grünzeug liegen. Dazu essen sie fette belgische Pommes um street credibility zu demonstrieren. Im Prinzip kennen die aber vom täglichen her nur Pommes mit Mayo und bei Rewe gekaufte Fertigbulletten. Dazu trinkt man zunächst ein Tannenzäpfle und aus Solidaridät zu Griechenland  einen Ouzo, danach noch einen  und danach  weil man Amerika liebt einen Whiskey. Und damit sich die USA wieder mit Russland versöhnt gibts Wodka. Dazu sage ich nur eines. Es gibt Menschen , die können sich nur fühlen , wenn sie besoffen sind.


Nun rede ich ich mal nicht so schlecht über diese Gruppe, schliesslich essen Sie auch ein Mango- Sorbet , das spricht für die Damen und Herren. Ausserdem muss ich ja stinkfreundlich sein. Sonst könnt ich der Brut gleich den Wodka ins Gesicht schütten. Aber zum Geburtstag gratulieren, nein das werde ich nicht tun. Darum werde ich mich erfolgreich drücken.Und Trinkgeld nehme ich auch keines an

Oh Gott, was für eine Hippie Kaschemme sind wir geworden!!! Bald trage ich Blumen im Haar !!

Aber alle finden das wunderbar!. Nun , die Speisen sind nicht blumiger geworden, eher schon auch ein wenig exklusiver. Aber überall diese Hippie-Deko. So kann man ja Rauschgiftsüchtige von Bänkern und Schwulen nicht mehr unterscheiden, alles grinst zu dem bunten Outfit und ein Jeder hält das jetzt für Hip. Aber , die Gäste sind glücklich und zahlen jetzt noch mehr Trinkgeld. Solange die Konzepte aufgehen , na denn. Mir soll es recht sein. Aber mit Gottes Gnade hat der Schmarren nichts zu tun.Das will uns ja immer dieser Möchtegern Schwammi Durchananda weis machen. Nur weil er neuerdings vorgibt , ihm gehöre das Hotel. Das kann ja nicht sein , denn ich bin doch auch Teilhaber. Ich muss da nochmals nachschauen. Egal, ich muss mich jetzt um den Blumenschmuck und um die Düfte kümmern. Und wenn das Personal nicht spurt , dann hole ich die Peitsche raus. Denn mit Striemen auf dem Rücken arbeitet es sich klar besser!!!

Laub in Tellern, nein, nein!

Schön, es ist ein milder Herbst. Ok die Balkontüren des Restaurants, kann man durchaus geöffnet lassen. Wenn es gerade nicht windet. Und wenn die laubigen Blätter nicht ins Restaurant von dem verkackten Wind nicht hineingeweht werden. Ok, hie und da sieht das dann auf den Tischen dekorativ aus , aber meistens eben nicht. Aber es gibt nun mal diese Frischluft-Fanatiker.Gäste , die ständig nach Luft schreien. Denen rate ich mal ganz gütig , sich besser in der frischen Luft sich mal sportlich zu betätigen, durch Jogging oder Spaziergang. Wofür haben wir diesen verdammt grossen und schönen Hotelgarten denn sonst?Doch nicht um dann wieder Beschwerden übers Essen zu empfangen , wenn sich dann ein Blatt in der Suppe befindet. Sogar mit Dreck dran. Dies ist aber kein Dreck. Sondern Erde. Und letztlich kommen wir alle mal wieder unter die Erde, egal ob im Sarg oder als verbrannte Asche. Das sollte doch langsam mal ein jeder Gast wissen. Soviel Grundwissen bekommt man doch aus der Hochschule mit. Und Bauerntrampel gästigen und essen hier nicht in unserem Luxusschlitten. Das ist nun einfach mal so. Oder etwa nicht?